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Nach dem Truppenabzug : Merkel will Zufluchtsrecht für afghanische Helfer

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In Afghanistan mit dem Tode bedrohte Helfer der Bundeswehr sollen in Deutschland Zuflucht finden können. Das hat Bundeskanzlerin Merkel am Sonntag gesagt. Es wird befürchtet, dass die Taliban nach dem Abzug der Truppen Racheakte an Helfern verüben könnten.

          Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wünscht sich, dass in Afghanistan mit dem Tode bedrohte Helfer der Bundeswehr in Deutschland Zuflucht finden können. „Diejenigen unserer afghanischen Helfer, deren Sicherheit dort tatsächlich in Gefahr ist“, sollten die Chance erhalten, nach Deutschland zu kommen, sagte Merkel dem Nachrichtenmagazin „Focus“ laut einer Vorabmitteilung von Sonntag. „Ich habe mich persönlich bei meinem letzten Besuch in Afghanistan auch zu dieser konkreten Frage erkundigt“, sagte Merkel. Es müsse aber, „jeder Einzelfall für sich“ betrachtet werden.

          Vor dem Hintergrund des nahenden Truppenabzugs aus Afghanistan wirft das Schicksal der einheimischen Helfer immer drängendere Fragen auf. Da die Taliban in der Vergangenheit immer wieder Zivilisten töteten, die mit der Zentralregierung in Kabul und den internationalen Streitkräften kooperieren, werden nach dem Abzug verstärkt Racheakte befürchtet.

          Derzeit sind noch rund 100.000 internationale Soldaten in Afghanistan stationiert, darunter auch mehrere tausend Angehörige der Bundeswehr. Die Vereinigten Staaten stellen rund zwei Drittel der Truppen. Sämtliche Nato-Kampfsoldaten sollen das Land bis Ende 2014 verlassen. Die Details einer anschließenden Ausbildungs- und Beratungsmission für die afghanische Armee sind weiterhin offen.

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