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Mindestens sieben Tote : Anschlag der Nusra-Front im Libanon

  • Aktualisiert am

Die libanesische Armee riegelte den Tatort in Tripoli weiträumig ab. Bild: Reuters

Bei einem Selbstmordanschlag in einem Café in der libanesischen Stadt Tripoli sind mindestens sieben Menschen getötet worden. Die radikalislamische Nusra-Front bekennt sich zu der Tat.

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          Bei einem Selbstmordanschlag im Libanon sind am Samstag mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Ein Attentäter habe sich in einem Café in der Stadt Tripoli im Norden des Landes in die Luft gesprengt, teilten die Streitkräfte mit. Die amtliche Nachrichtenagentur NNA berichtete dagegen, es habe zwei Attentäter gegeben, die beide aus Tripoli gestammt hätten. Einer der beiden Attentäter soll sich beim Betreten des Lokals in die Luft gesprengt haben, der zweite habe seine Sprengladung gezündet, als die Menschen vor dem Café zusammenliefen. Die NNA berichtet von mindestens 9 Toten und mehr als 35 Verletzten.

          Zu der Tat bekannte sich die radikalislamische Nusra-Front. Sie steht der Al Qaida nahe. Mit dem Angriff werde der Tod von Sunniten in Syrien und im Libanon gerächt, hieß es in einer Erklärung, die auf Twitter verbreitet wurde.

          Vor dem Hintergrund des Bürgerkrieges in Syrien kommt es in der Region Tripoli immer wieder zu Anschlägen und Zusammenstößen. Im Oktober wurden etwa bei Kämpfen zwischen der Armee und sunnitischen Extremisten mindestens 11 Soldaten und 22 Islamisten getötet. Sie versuchen, im Nachbarland Syrien die Regierung von Staatschef Baschar al Assad zu stürzen. Er gehört den Alawiten an.

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