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Vor Feiertagen : Messerattacken auf israelische Polizisten halten an

  • Aktualisiert am

Israelische Sicherheitskräfte am Ort der Messerattacke in Jerusalem Bild: AP

Messerangriffe auf Polizisten in Israel nehmen zu. Auch am Montag kam es wieder zu Angriffen. Laut Sicherheitsbehörden könnte sich die Lage noch verschärfen.

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          Am Montag gingen mit Messern bewaffnete Palästinenser in Jerusalem und in Hebron auf israelische Polizisten los. Zwei Polizeibeamte und ein Grenzpolizist wurden dabei verletzt. Die Attentäter wurden von Sicherheitskräften niedergeschossen, zwei von ihnen starben.

          Bei dem Angriff nahe der Altstadt von Jerusalem wurden am Montagmorgen zwei israelische Polizeibeamte verletzt. Eine 38-jährige Polizistin erlitt eine Stichwunde am Hals und schwebt nach Krankenhausangaben in Lebensgefahr. Ihr
          Kollege, der weniger schwer verletzt wurde, schoss den Angreifer nieder. Der 20-Jährige aus Ost-Jerusalem wurde am Kopf und an den Beinen getroffen und ist nach Krankenhausangaben ebenfalls lebensgefährlich verletzt.

          In Hebron stachen zwei 17 und 20 Jahre alte Palästinenser nach Polizeiangaben an einem Kontrollpunkt  am sogenannten Grab der Patriarchen auf Grenzpolizisten ein. Dabei wurde einer der Beamten "sehr leicht an der Hand verletzt", wie die Polizei mitteilte. Die Polizisten schossen beide Angreifer nieder und töteten dabei einen von ihnen. Der andere wurde zunächst lebensgefährlich verletzt und starb später im Krankenhaus.

          Zusammenhang mit jüdischen Feiertagen?

          Seit Freitag gab es bereits sieben solcher Angriffe. Am Sonntag hatte Israels Ministerpräsident Netanjahu angeordnet, die Polizeikräfte in Jerusalems Altstadt zu verstärken. Auch die israelischen Truppen im südlichen Westjordanland wurden mit Hunderten Soldaten verstärkt.

          Israelische Sicherheitsbehörden befürchten anlässlich bevorstehender jüdischer Feiertage im kommenden Monat einen weiteren Anstieg der Gewalt. Im vergangenen Jahr war es in dieser Zeit ebenfalls zu einer Gewaltwelle gekommen. Seit Oktober wurden mindestens 227 Palästinenser, 34 Israelis und fünf Ausländer bei derartigen Angriffen getötet. Bei den palästinensischen Opfern handelt es sich laut AFP mehrheitlich um erwiesene oder mutmaßliche Attentäter. Diese verwendeten hauptsächlich Messer, teilweise aber auch Schusswaffen oder Autos für die Angriffe.

          Als Auslöser gilt ein Streit um Besuchs- und Gebetsrechte auf dem Tempelberg in Jerusalem, der Muslimen und Juden heilig ist. Zudem wird die Gewalt durch die fortwährende israelische Besatzung befeuert.

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