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Luftangriffe auf Syrien : Erdogan bezeichnet israelische Aktionen als „inakzeptabel“

  • Aktualisiert am

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan Bild: REUTERS

Das Assad-Regime nutze die israelischen Luftangriffe auf Ziele in Syrien, um von Massakern an Zivilisten abzulenken, sagt der türkische Ministerpräsident Erdogan. Israels Verteidigungsminister Yaalon erklärt: „Wir mischen uns nicht in den Bürgerkrieg ein, aber wir haben rote Linien gezogen.“

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          Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat die jüngsten Luftangriffe in Syrien als „inakzeptabel“ bezeichnet. Solche  Militäraktionen stärkten den syrischen Präsidenten Baschar al Assad, sagte  Erdogan am Dienstag in einer vom Fernsehen übertragenen Rede vor der Parlamentsfraktion seiner Regierungspartei AKP in Ankara.

          Assad benutze den israelischen Angriff, um von einem Massaker der syrischen Regierungskräfte an Zivilisten in der Stadt Banias abzulenken.

          „Wir haben rote Linien gezogen“

          Israel hatte am Wochenende zwei Mal binnen 48 Stunden Luftangriffe auf Ziele in der Nähe der syrischen Hauptstadt Damaskus geflogen. Der israelische Verteidigungsminister Mosche Yaalon äußerte sich erstmals seit dem Luftangriff in Syrien vor zwei Tagen zur Lage in dem nördlichen Nachbarland. „Wir mischen uns nicht in den Bürgerkrieg in Syrien ein, aber wir haben rote Linien gezogen“, sagte er am Dienstag nach Angaben der Nachrichtenseite „ynet“.

          Er beziehe sich dabei auf die Lieferung von Waffen an Terrororganisationen und die Verletzung der israelischen Souveränität entlang der Grenze. „In all diesen Fällen werden wir aktiv werden und die Sicherheit Israels verteidigen“, sagte der Minister. „Die Truppen sind angewiesen, in jedem Fall eines Angriffs auf Israel die Quelle zu identifizieren und zu zerstören.“ Nach Angaben aus Sicherheitskreisen in Jerusalem sollten mit den jüngsten Luftattacken Waffen für die Hizbullah-Miliz im Libanon zerstört werden.

          Golanhöhen: Vier UN-Soldaten entführt

          Aus dem Südlibanon wurde der Überflug zahlreicher israelischer Militärflugzeuge gemeldet. Auf der israelischen Seite des Grenzzauns auf den Golanhöhen ging am Dienstag eine aus Syrien abgefeuerte Granate nieder, ohne größere Schäden anzurichten. Nach Einschätzung der israelischen Armee verfehlte sie während heftiger Kämpfe zwischen syrischen Regierungstruppen und Aufständischen unweit der Grenze ihr Ziel.

          Auf den Golanhöhen wurden derweil vier UN-Soldaten von einer bewaffneten Gruppe entführt. Die philippinischen Blauhelmsoldaten seien während einer Patrouille nahe der Ortschaft Al Dschamlah in der Waffenstillstandszone zwischen Syrien und Israel verschleppt worden, teilte die Sprecherin der UN-Friedenseinsätze am Dienstag mit. Die UN bemühten sich um ihre Freilassung. In der Region waren schon im März 21 philippinische UN-Soldaten von syrischen Aufständischen verschleppt worden. Sie waren damals freigekommen, nachdem sich mehrere Oppositionelle und Kommandeure von Revolutionsbrigaden gegen die Entführung ausgesprochen hatten.

          Die rund tausend Soldaten der UN-Beobachtermission Undof, die seit 1974 auf den Golanhöhen stationiert sind, tragen nur leichte Waffen. Nach dem Vorfall im März schickten die Vereinten Nationen zusätzliche gepanzerte Transporter, Krankenwagen und andere Ausrüstung. Die Beobachtermission beklagt regelmäßig, dass syrische Regierungstruppen und Rebellen in die demilitarisierte Pufferzone eindringen. Die Undof-Truppen werden derzeit vor allem von Österreich, den Philippinen und Indien gestellt.

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