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Libyen : Dschibril will nicht Ministerpräsident werden

  • Aktualisiert am

Mahmud Dschibril Bild: AFP

Bei der zukünftigen Entwicklung Libyens wird der Regierungschef des Nationalen Übergangsrates, Mahmud Dschibril, keine Führungsrolle mehr spielen. Im Übergangsrat war er zuletzt vor allem aus dem islamistischen Lager angefeindet worden.

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          Der Chef des Exekutivrates der neuen libyschen Machthaber, Mahmud Dschibril, will nun doch nicht Ministerpräsident der ersten Übergangsregierung werden. Der bei westlichen Diplomaten angesehene Politiker, der den ehemaligen Aufständischen in den vergangenen Monaten geholfen hatte, international Anerkennung und Unterstützung zu gewinnen, war zuletzt vor allem aus dem islamistischen Lager angefeindet worden.

          Dschibril kündigte am Donnerstagabend in Tripolis an, die Regierung werde nach der vollständigen Befreiung der Städte Sirte und Bani Walid gebildet. Er selbst werde keine Rolle dabei spielen, sagte Dschibril. Libysche Medien zitierten ihn am Freitag zudem mit den Worten: „Jeder, der Anschuldigungen oder Beweise gegen ein Mitglied unseres Exekutivrates vorzubringen hat, soll diese dem Übergangsrat vortragen.

          Ich warne jedoch vor falschen Anschuldigungen und ich hoffe, dass die Kritik sachlich ist und nicht persönlich.“ Vor einigen Tagen hieß es noch, Dschibril wolle Regierungschef werden und gleichzeitig das Amt des Außenministers übernehmen. Aus Gaddafis Heimatstadt Sirte meldeten die Truppen des Übergangsrates am Freitag neue Gebietsgewinne. Die Stadt sei jedoch noch nicht vollständig unter ihrer Kontrolle, sagten sie.

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