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Latakia : Berichte über israelischen Angriff in Syrien

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Ein israelisches F-16-Kampfflugzeug startet vom Luftwaffenstützpunkt Ramon, Bild vom 21. Oktober Bild: REUTERS

Israel soll militärische Ziele in Syrien von See aus oder aus der Luft angegriffen haben. Möglicherweise handelt es sich um ein Waffendepot, das Israel bereits im Juli attackiert hatte.

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          Nach unbestätigten Presseberichten hat die israelische Armee ein weiteres Mal ein militärisches Ziel in Syrien angegriffen. Demnach hörten Augenzeugen in der Nacht zum Donnerstag eine laute Explosion auf einem syrischen Militärstützpunkt in der Küstenstadt Latakia. Nach Angaben der syrischen Internetseite dampress.net feuerte ein Schiff der israelischen Marine ein Geschoss ab.

          In der libanesischen Presse war dagegen von einem israelischen Luftangriff die Rede. Zuvor seien zahlreiche israelische Kampfflugzeuge im libanesischen Luftraum beobachtet worden, die möglicherweise nach Syrien weiterflogen, meldete die libanesische Nachrichtenagentur NNA. Laut der oppositionellen syrischen „Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ wurde der Armeestützpunkt Al Sanober Dschibla getroffen. Syrische Augenzeugen berichteten von einem lauten Knall in einer Anlage nordwestlich von Latakia, die offiziell als eine staatliche Landwirtschaftseinrichtung gelte.

          Vier Angriffe seit Jahresbeginn

          Vor einer Woche hatte die kuweitische Zeitung „Al Dscharida“ von einem israelischen Luftangriff auf einen Konvoi berichtet, der angeblich Raketen aus Syrien zur Hizbullah-Miliz in den Libanon bringen sollte. In Israel nimmt die Regierung gewöhnlich nicht zu solchen Berichten Stellung. Israel wird vorgeworfen, seit Jahresbeginn mindestens vier Mal Raketenkonvois und –depots angegriffen zu haben. Die israelische Regierung hatte angekündigt, die Lieferung fortgeschrittener Raketentechnologie an die Hizbullah nicht tatenlos hinzunehmen. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte das als Israels „rote Linie“ bezeichnet.

          Am 5. Juli soll es nach in Israel unbestätigten Presseberichten schon ein Mal einen Angriff auf das Raketendepot in Latakia gegeben haben. Damals war die Rede davon, dass sich dort 50 Boden-See-Raketen vom Typ Yakhont befanden, die Russland kurz zuvor an Syrien geliefert hatte. Ungenannte amerikanische Regierungsvertreter bestätigten damals den Angriff. Nach Angaben der britischen Zeitung „Sunday Times“ wurde das Raketenlager von einem israelischen U-Boot im Mittelmeer aus beschossen.

          Nach Informationen des zweiten Programms des israelischen Fernsehens galt der jüngste Angriff der syrischen Flugabwehr. Satellitenaufnahmen des angegriffenen Gebiets zeigten demnach eine Batterie russischer Abwehrraketen des Typs S-125 Newa und eine Batterie mit Raketen des Typs SA-3 sowie eine Kommandozentrale.

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