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„Islamischer Staat“ : Kuweit verhängt sieben Todesurteile gegen IS-Terrorristen

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Spezialeinheiten sicherten nach dem tödlichen Selbstmordanschlag die Imam-Sadik-Moschee in Kuweit-Stadt. Bild: Reuters

Nachdem sich der „Islamische Staat“ zu einem Moschee-Anschlag bekannt hat, verurteilt ein kuweitisches Gericht sieben Islamisten zu Todesstrafen. Bei dem Attentat starben 27 Personen, über 200 Gläubige wurden verletzt.

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          Ein Gericht in Kuweit hat sieben Islamisten wegen des Anschlags auf eine Moschee mit 27 Toten verurteilt. Acht weitere Angeklagte erhielten Gefängnisstrafen zwischen zwei und 15 Jahren. Zu dem Anschlag, bei dem sich im Juni ein Selbstmordattentäter in einer schiitischen Moschee während des Freitagsgebets in die Luft gesprengt hatte, hatte sich die sunnitische Extremistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) bekannt. Im Fastenmonat Ramadan verübte der IS ebenfalls Anschläge auf Glaubensstätte in Jemen und Saudi-Arabien.

          Im Prozess waren 29 Menschen angeklagt, darunter Kuweiter, Saudi-Araber und Pakistaner. Die Anklagen reichten von Mord bis zum Besitz von Sprengstoff. 14 Beschuldigte wurden freigesprochen. Gegen Todesurteile kann in Kuweit Berufung eingelegt werden.

          Kuweit ging nach dem bislang schwersten Anschlag hart gegen Islamisten vor. Die sunnitischen Extremisten des IS haben im benachbarten Irak weite Teile des Landes unter ihre Kontrolle gebracht und ein Kalifat ausgerufen. Sie greifen immer wieder Andersgläubige an, wozu sie auch Schiiten zählen. Anders als im Irak haben in Kuweit Schiiten und Sunniten bisher weitgehend friedlich zusammengelebt.

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