https://www.faz.net/-gq5-8ky1p

Syrien : Kurden-Milizen angeblich nicht an Kämpfen gegen Türkei beteiligt

  • Aktualisiert am

Kämpfer der kurdischen Miliz YPG (Archiv) Bild: AP

Im Norden Syriens kämpft die Türkei gegen kurdische Milizen. Diese sollen zuletzt herbe Verluste erlitten haben. Doch laut einem Sprecher waren die Milizen zum Zeitpunkt der Kämpfe gar nicht in der Region.

          Die syrische Kurdenmiliz YPG hat sich eigenen Angaben zufolge nicht an den Kämpfen mit der türkischen Armee in der vergangenen Woche beteiligt. „Die Volksschutzeinheiten haben sich überhaupt nicht mehr in diesen Gebieten aufgehalten“, sagte Sprecher Redur Xelil am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Bei heftigen Zusammenstößen mit der türkischen Armee waren viele Kurden getötet worden. Nach Darstellung der Türken sollen es Mitglieder der Volksschutzeinheiten YPG gewesen sein.

          Die türkische Armee und syrische Rebellen hatten vor rund einer Woche eine Offensive im Norden Syriens begonnen. Sie richtet sich gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) sowie gegen die kurdischen Milizen und ihre Verbündeten. Die Türkei verlangt von der Kurden, dass sie sich auf ein Gebiet östlich des Flusses Euphrat zurückziehen. Seit Dienstag gibt es keine Kämpfe in der Region.

          Die kurdischen Volksschutzeinheiten YPG sind der bewaffnete Arm der Kurden-Partei PYD in Syrien. Die PYD ist der Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK in der Türkei. Die Türkei will verhindern, dass die Kurden das Gebiet unter ihrer Kontrolle entlang der türkischen Grenze weiter ausdehnen. Sie befürchtet Auswirkungen auf die Autonomiebestrebungen der Kurden im eigenen Land.

          Topmeldungen

          Angriff auf Eritreer : Opfer wegen der Hautfarbe

          Der Schütze von Wächtersbach handelte aus rassistischen Motiven. Der niedergeschossene Eritreer war laut den Ermittlern ein Zufallsopfer. Ein Abschiedsbrief liefert ein weiteres Detail zur Tat.
          Blick ins Zwischenlager in Gorleben (Bild aus 2011)

          Atommüll-Entsorgung : So arbeitet Deutschlands erster Staatsfonds

          Wie kann man heute 24,1 Milliarden Euro anlegen? Die Antwort muss die Stiftung geben, die zur Finanzierung der Atommüll-Entsorgung gegründet wurde. Jetzt soll erstmals ein Gewinn zu Buche stehen.
          Außenminister: Jean-Yves Le Drian (links) und Heiko Maas (rechts)

          Regierungsbeschluss : Berlin will vorerst keine Schiffe an den Golf schicken

          Außenminister Heiko Maas will sich der Strategie Amerikas nicht anschließen. Da ist er sich mit seinem englischen und französischen Amtskollegen einig. Stattdessen sieht er die Anrainer in der Pflicht.
          Winfried – Markus, Markus – Winfried: Die Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg und Bayern, Kretschmann und Söder, in Meersburg

          FAZ Plus Artikel: Bayern und Baden-Württemberg : Auf der Südschiene

          Markus Söder und Winfried Kretschmann bemühen sich um Nähe zueinander. Der eine will umweltfreundlicher wirken, der andere ein wenig konservativer. Und beide sind sich einig, dass Deutschland einen starken Süden braucht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.