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Krieg in Syrien : Islamisten stoßen vor

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Unvorstellbare Zustände: Schon Anfang 2014 lag das palästinensische Flüchtlingslager Jarmuk in Trümmern Bild: dpa

Aus Syrien werden Geländegewinne islamistischer Gruppen gemeldet: Der Weg zum Nachbarland Jordanien ist abgeschnitten, und der IS steht vor Damaskus.

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          Von der islamistischen Al-Nusra-Front geführte Rebellen haben nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte den Grenzübergang Nasib von Syrien nach Jordanien übernommen. Syrische Regierungssoldaten hätten sich aus der Gegend zurückgezogen.

          Nasib sei der letzte noch funktionierende Grenzübergang zwischen beiden Ländern gewesen, der vom Regime in Damaskus kontrolliert wurde. Jordanien hatte den Übergang zum Bürgerkriegsland Syrien zuvor geschlossen. Die Al-Nusra-Front steht dem Terrornetzwerk Al Qaida nahe.

          IS greift Flüchtlingslager an

          Die Exil-Organisation Syrische Menschenrechtsbeobachter bestätigte am Mittwoch, dass Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) weite Teile des palästinensischen Flüchtlingslagers Jarmuk am Südrand von Damaskus unter ihre Kontrolle gebracht haben. Die Kämpfe zwischen den IS-Dschihadisten und der palästinensischen Miliz Aknaf al-Makdis dauerten an, hieß es.

          Es handelt sich um den bisher tiefsten Vorstoß des IS in das Gebiet der syrischen Hauptstadt. Das Camp Jarmuk liegt etwa acht Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Vor dem Bürgerkrieg in Syrien lebten dort mehr als 100.000 Palästinenser, die aus Israel vertrieben worden oder geflohen waren. Zu Beginn des Konflikts war Jarmuk zwischen den Truppen des Machthabers Baschar al-Assad und der pro-westlichen Aufständischen-Miliz FSA umkämpft. Die FSA spielt heute keine Rolle mehr.

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