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Putin in Syrien : Die Nato kalt erwischt

  • -Aktualisiert am

Mit der Verlegung von drei Dutzend Flugzeugen nach Syrien hat Putin die Nato geradezu eingekreist. Wieder hat Putin das Bündnis auf dem falschen Fuß erwischt.

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          Putin entpuppt sich als Meister einer Strategie, die er immer den Amerikanern unterstellt hat: Mit der Verlegung von drei Dutzend Flugzeugen nach Syrien hat er die Nato eingekreist – zumindest zwingt er sie dazu, ihre neue Verteidigungsplanung nicht nur auf den Osten, sondern auch auf die Südflanke hin auszurichten. Generalsekretär Stoltenberg blieb in Brüssel jetzt nichts anders übrig, als zu versichern, dass die schnelle Eingreiftruppe des Bündnisses natürlich nicht nur nach Polen oder ins Baltikum, sondern auch in die Türkei verlegt werden könne. Bei der Entscheidung über den Abzug der Patriot-Staffeln aus diesem Land soll es dagegen bleiben.

          In der Sache scheint das gerechtfertigt zu sein, weil diese Systeme in erster Linie zur Abwehr ballistischer Raketen gedacht waren. Als Deutsche, Amerikaner und Niederländer kürzlich beschlossen, ihren Einsatz auslaufen zu lassen, rechneten sie aber offenbar nicht damit, dass Russland sich substantiell in Syrien engagieren könnte. Wieder hat Putin das Bündnis auf dem falschen Fuß erwischt.

          Nikolas Busse
          (nbu.), Politik

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