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Kommentar : Absurdes Russland

Der Umgang mit dem CDU-Politiker Wellmann zeigt, wie schwierig es ist, mit Russland einen substantiellen Dialog zu führen. Trotzdem muss man es weiterhin versuchen.

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          Der CDU-Bundestagsabgeordnete Karl-Georg Wellmann ist in den Beziehungen zu Russland noch nie ein Scharfmacher gewesen - im Gegenteil: In der Union gehörte er lange zu denen, die der russischen Führung mit relativ viel, vielleicht zu viel Verständnis begegnet sind.

          Zwar hat er im zurückliegenden Jahr Russland eindeutig als den Schuldigen am Krieg in der Ukraine benannt, aber gleichzeitig weiter versucht, seine Kontakte nach Moskau aufrechtzuerhalten. Dass ausgerechnet einem solchen Politiker die Einreise nach Russland verweigert wird, ist vollkommen absurd. Man kann nur darüber spekulieren, auf welcher Ebene die Entscheidung gefallen ist, Wellmann nicht zu vereinbarten Treffen mit dem führenden Außenpolitiker des Föderationsrates und mit dem für die Ukraine zuständigen Berater Putins zu lassen.

          Es ist aber auch nicht weiter von Bedeutung: Der Umgang mit Wellmann zeigt exemplarisch, wie schwierig es ist, mit der russischen Führung überhaupt noch einen substantiellen Dialog zu führen. Versuchen muss man es trotzdem weiterhin.

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