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Kommentar : Kriegsverbrechen in Syrien

In Syrien werden Kriegsverbrechen begangen und man muss sich fragen, warum die Welt so lange schwieg. Es bleibt zu hoffen, dass Donald Trump den Syrern und Russen nicht nachgibt.

          In Syrien wurde bisher noch jede Regel des humanitären Völkerrechts missachtet. Eigentlich sollen in Kriegszeiten Zivilisten, die Infrastruktur und die Umwelt geschützt werden. In Syrien hält sich aber keine Kriegspartei daran.

          Um den Gegner zu zermürben, werden Ärzte und Kinder gezielt getötet, werden Krankenhäuser und Schulen bombardiert. Es werden in diesem Krieg mehr getötete Zivilisten beklagt als getötete Kombattanten. Das Regime verfügt mit seinen Fassbomben und den russischen Kampfflugzeugen über ganz andere Mittel der Zerstörung als die Rebellen. Daher machen sich das Regime und seine Helfer der Verletzung des humanitären Völkerrechts in einem Maße schuldig, bei dem man sich bisher fragen musste, weshalb die Welt so lange schwieg.

          Wenn nun die führenden Staaten der westlichen Welt die UN auffordern, Kriegsverbrechen in Syrien aufzuzeichnen, gegen die Täter Sanktionen zu verhängen und sie dann einer Bestrafung zuzuführen, ist das überfällig. Es bleibt nur zu hoffen, dass der künftige amerikanische Präsident aus Rücksicht auf den Kreml keine Abstriche machen wird.

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

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