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Kampf um Aleppo : Regierungstruppen erobern weiteren Stadtteil

  • Aktualisiert am

Viele Straßen Aleppos sind von Ruinen gesäumt. Bild: Reuters

Der Großteil der umkämpften syrischen Großstadt ist wieder in der Hand der Regierungstruppen. Nach heftigen Kämpfen haben sie ein weiteres Viertel von den Rebellen erobert. Hundertausende Menschen sind auf der Flucht.

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          Bei ihrer Großoffensive auf Aleppo hat die syrische Armee nach Angaben von Aktivisten ein weiteres Viertel von den Rebellen zurückerobert. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag mitteilte, übernahmen die Soldaten und verbündete Kräfte über Nacht die Kontrolle über den Bezirk Tarik al-Bab. Damit befinden sich der Organisation zufolge nun 60 Prozent des Ostens der Stadt wieder in den Händen der Regierung.

          Die syrische Metropole Aleppo war seit 2012 in einen von den Aufständischen gehaltenen Osten und einen von der Regierung kontrollierten Westen gespalten. Mitte November startete die syrische Führung eine Großoffensive, um die Stadt vollständig zurückzuerobern. Der Kampf um Aleppo gilt als entscheidend für den weiteren Verlauf im syrischen Bürgerkrieg.

          Die heftigen Kämpfe um Aleppo trieben seit etwa einer Woche etwa 50.000 der geschätzten 250.000 Menschen im Osten in den von der Regierung kontrollierten Westteil der Stadt oder in den von kurdischen Kämpfern kontrollierten Sektor zwischen beiden Stadtteilen.

          Die Kämpfe trieben in den vergangenen Tagen zehntausende Menschen aus Ost-Aleppo in die Flucht. Seit Mitte November wurden zudem nach Angaben der Beobachtungsstelle über 300 Zivilisten in Aleppo bei Angriffen getötet. Die oppositionsnahe Organisation ist in Syrien breit vernetzt, ihre Angaben sind von unabhängiger Seite aber kaum überprüfbar.

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