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Kampf gegen IS-Miliz : Pentagon will Tausende Rebellen ausbilden

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Ein Kämpfer der „Free Syrian Army“ am Donnerstag bei einem Gefecht mit der IS-Miliz im Norden von Aleppo Bild: AFP

Luftangriffe reichen nicht aus: Aus Sicht der Vereinigten Staaten ist der Kampf gegen IS ohne Bodentruppen nicht zu gewinnen. Das Pentagon will deshalb weitere 10.000 Oppositionskämpfer ausbilden und ausrüsten.

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          Die Vereinigten Staaten müssen nach Einschätzung ihrer Militärführung mehr moderate syrische Rebellen für den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ausbilden als bisher geplant. Um die IS-Extremisten aus ihren Hochburgen im Norden und Osten Syriens verdrängen zu können, sei der Einsatz von 12.000 bis 15.000 Oppositionskämpfern notwendig, sagte Generalstabchefs Martin Dempsey am Freitag in Washington.

          Nach Angaben des Pentagon sind bereits erste Ausbildungsteams in Saudi-Arabien angekommen. Der amerikanische Kongress hatte in der vergangenen Woche genehmigt, 5000 syrische Kräfte auszubilden und auszurüsten. „5000 waren nie der Endstatus“, sagte Dempsey. Er bekräftigte, dass die laufenden Luftangriffe der Amerikaner und ihrer Verbündeten allein nicht ausreichten. „Die Kampagne gegen den IS in Syrien muss eine Komponente am Boden haben. Und wir glauben, dass der Weg dahin über die syrische Opposition läuft.“

          Ein Mann aus Syrien zeigt verbranntes Papier, das er nach einem amerikanischen Luftangriff zwischen den Trümmerteilen zerstörter Häuser fand

          In der Nacht auf Samstag flog die amerikanische Luftwaffe abermals Angriffe in Syrien. Ziele waren nach Angaben eines Pentagon-Mitarbeiters Stellungen von IS-Kämpfern. Was genau bombardiert wurde und ob dabei Menschen getötet wurden, ist nicht bekannt.

          Die Vereinigten Staaten hatten am Dienstag erstmals IS-Stellungen in Syrien angegriffen. Am Freitagabend beschloss das britische Parlament, die Militäraktion durch Angriffe der britischen Luftwaffe zu unterstützen.

          Deutschland richtet Flüchtlingskonferenz aus

          Die IS-Miliz geht in Teilen Syriens und des Irak mit brutaler Gewalt gegen Andersgläubige vor und hat eine Massenflucht ausgelöst. Um bei der Bewältigung der Flüchtlingsströme zu helfen, will Deutschland am 28. Oktober in Berlin eine große Konferenz zum Umgang mit Bürgerkriegsflüchtlingen aus Syrien ausrichten. Dies kündigte das Auswärtige Amt nach einem Treffen von Außenminister Frank-Walter Steinmeier und dem libanesischen Ministerpräsidenten Salam Tammam in New York an.

          Der Libanon gehört mit deutlich mehr als einer Million Flüchtlingen aus dem Nachbarland zu den Staaten, die von dem Konflikt besonders betroffen sind. In der Türkei haben seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien mehr als 1,5 Millionen Menschen Zuflucht gesucht. In Deutschland läuft bereits ein Programm zur Aufnahme von 20.000 Syrien-Flüchtlingen. Nach offiziellen Angaben sind bislang aber erst etwa 8000 eingereist.

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