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Kampf gegen IS in Syrien : Mehr als 900 Tote bei Luftangriffen

  • Aktualisiert am

Ein Luftangriff auf den „Islamischen Staat“ in der kurdisch-syrischen Stadt Kobane Bild: AP

Nach Angaben von Menschenrechtlern sind bei den Luftangriffen der von den Vereinigten Staaten angeführten Koalition gegen den „Islamischen Staat“ in Syrien bislang 910 Menschen getötet worden - darunter auch zahlreiche Zivilisten.

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          In Syrien sind bei den amerikanischen Luftangriffen auf die radikalislamische IS-Miliz nach Angaben von Menschenrechtlern bislang 910 Menschen getötet worden. Die meisten Toten seien Kämpfer des Islamischen Staates (IS) und der Nusra-Front, einem Ableger von Al Qaida, teilte die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag mit.

          Allerdings seien seit Beginn der Luftangriffe vor zwei Monaten auch 52 Zivilisten ums Leben gekommen, darunter acht Kinder und fünf Frauen. Die Beobachtungsstelle steht der syrischen Opposition nahe und stützt sich auf ein Netz von Informanten im ganzen Land.

          Die Vereinigten Staaten haben mitgeteilt, Berichte über den Tod von Zivilisten bei den Luftangriffen würden ernst genommen und untersucht. Die amerikanische Luftwaffe hatte mit Unterstützung arabischer Verbündeter am 23. September damit begonnen, die IS-Miliz anzugreifen. Die Vereinigten Staaten und europäische Staaten fliegen zudem Angriffe auf IS-Stellungen im Irak. Der IS hat weite Teile im Irak und in Syrien unter seine Kontrolle gebracht und über die Landesgrenze hinweg ein Kalifat errichtet. Die Miliz geht mit großer Brutalität gegen Andersgläubige und Gegner vor. Auch fünf westliche Geiseln wurden von IS-Mitgliedern vor laufender Kamera enthauptet, die Aufnahmen stellte die Miliz ins Internet.

          Im Bürgerkrieg in Syrien, der seit fast vier Jahren anhält wurden nach Schätzungen der Vereinten Nationen rund 200.000 Menschen getötet, Millionen Syrer sind auf der Flucht.

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