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Kämpfe auf Golanhöhen : UN-Soldaten eingekesselt

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Gefährliche Mission: UN-Soldaten beobachten auf den Golanhöhen die Kämpfe in Syrien Bild: dpa

Syrische Rebellen haben auf den Golanhöhen 43 UN-Soldaten von den Fidschi-Inseln entführt. 70 weitere Soldaten der UN-Beobachtermission von den Philippinen wollen sich jedoch nicht ergeben.

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          Auf der syrischen Seite der Golanhöhen haben sich mehr als 70 philippinische UN-Soldaten geweigert, ihre Waffen syrischen Rebellen zu überlassen, die ihre Stützpunkte dort eingekesselt haben. Die Soldaten seien kampfbereit und würden sich nicht ergeben, sagte ein Armeesprecher am Freitag in Manila. Zuvor waren unweit des Grenzübergangs von Quneitra, den syrische Rebellen erobert haben, 43 UN-Soldaten entführt worden, die von den Fidschi-Inseln kommen.

          Es hätten Verhandlungen über ihre Freilassung begonnen, teilte ihre Regierung mit. Nach unbestätigten Berichten aus Syrien wurden bei den Kämpfen auf dem Golan mehr als 20 Menschen getötet. An der Offensive gegen syrische Regierungstruppen sind offenbar neben der islamistischen Nusra-Front Kämpfer der Freien Syrischen Armee (FSA) und der Gruppe Dschamaa Beit al Maqdis beteiligt. Die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ hatte zuletzt die Nusra-Front aus dem Süden Syriens zurückgedrängt.

          Die Soldaten der Undof-Mission gerieten nicht zum ersten Mal zwischen die Fronten des Syrien-Konflikts. Im März 2013 waren 21 philippinische Blauhelme drei Tage lang in der Gewalt syrischer Rebellen. Mehrere UN-Soldaten retteten sich auf israelisches Gebiet. Später wurden abermals kurzzeitig philippinische UN-Soldaten entführt.

          Österreich hatte danach seine Soldaten aus der UN-Truppe zurückgezogen, die ihr Hauptquartier in Sichtweite des Grenzübergangs von Quneitra hat, den Regierungsgegner schon 2013 einmal für kurze Zeit eroberten. Zuvor hatten Kroatien und Japan ihre Soldaten zurückgeholt. Israel hatte die Golanhöhen 1967 von Syrien erobert und später annektiert. Beide Länder befinden sich offiziell im Kriegszustand. 1974 wurde vereinbart, eine Pufferzone unter UN-Kontrolle einzurichten.

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