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Jemen : Stammeskämpfer schießen Kampfflugzeug der Regierung ab

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Im Jemen haben Stammeskämpfer am Mittwoch ein Kampfflugzeug der Regierung abgeschossen. Zuvor hatte der Jet Stellungen der Aufständischen angegriffen. Im Jemen kämpfen Gegner und Anhänger von Präsident Salih inzwischen an mehreren Fronten.

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          Bewaffnete Stammeskämpfer haben im Jemen ein Kampfflugzeug der Regierungstruppen abgeschossen. Aus Militärkreisen verlautete, der Jet habe am Mittwoch Stellungen der Kämpfer nördlich der Hauptstadt Sanaa angegriffen und sei dann getroffen worden.

          In dem Gebiet hatten Stammeskämpfer in dieser Woche einen Stützpunkt der Republikanischen Garden überrannt. (Siehe auch: Stammeskämpfer greifen Eliteeinheit an) Es wird vermutet, dass sie zahlreiche Waffen erbeuteten, darunter auch Flugabwehrgeschütze.

          Im Jemen kämpfen Gegner und Anhänger von Präsident Ali Abdullah Salih inzwischen an mehreren Fronten gleichzeitig. Aus Oppositionskreisen hieß es am Mittwoch, am Dienstag seien mehrere Dörfer in dem Gebiet von den Regierungstruppen bombardiert worden. In der Region hatte es in den vergangenen Tagen mehrfach Gefechte gegeben, an denen Stämme aus der Region Nihm beteiligt gewesen sein sollen.

          Am vergangenen Montag hatten sie einen Stützpunkt der Republikanischen Garde gestürmt, der loyal zum Präsidenten steht und den Kommandeur der dort stationierten Brigade getötet. Seit Dienstag soll es in dem Gebiet zahlreiche Tote und Verletzte gegeben haben. Genaue Zahlen lagen weder vonseiten der Stämme noch vom Verteidigungsministerium vor. Der Präsident, der im Juni nach einem Bombenanschlag verletzt nach Saudi-Arabien geflogen war, hält sich seit dem vergangenen Freitag wieder in Sanaa auf.

          Dies hat den Konflikt, der bereits seit Februar andauert, weiter verschärft. Die Protestbewegung und mehrere Oppositionsparteien fordern den sofortigen Rücktritt Salihs, der seit 1978 an der Macht ist. Sie werden von Einheiten der Armee unterstützt, die sich auf die Seite der „Revolutionäre“ geschlagen haben. Der Präsident bietet bislang nur Verhandlungen und vorgezogene Neuwahlen an.

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