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Jemen : Ministerpräsident kehrt aus dem Exil zurück

  • Aktualisiert am

Jemen: Der Kampf um Sanaa geht weiter (Aufnahme vom Dienstag). Bild: Reuters

Die jemenitische Exil-Regierung wagt den Schritt zurück in die Heimat: In der befreiten Hafenstadt Aden traf an diesem Mittwochmorgen der vertriebene Ministerpräsident ein – mit sieben Ministern im Gefolge.

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          Nach der Vertreibung der Houthi-Kämpfer aus wichtigen Gebieten im Süden des Jemens will die Exil-Regierung ihre Arbeit im Bürgerkriegsland wieder aufnehmen. Der Ministerpräsident und Vizepräsident Chaled Bahah kehrte nach Angaben aus Behördenkreisen am Mittwoch in das Bürgerkriegsland zurück. Er traf demnach am Morgen gemeinsam mit sieben Ministern in der Hafenstadt Aden ein. Von dort waren die Houthi im Juli vertrieben worden.

          Mit ihrer Heimkehr wollten die Regierungsvertreter auch die Rückkehr zu einer gewissen Stabilität signalisieren, hieß es. Zuvor hatte es Medienberichte gegeben, wonach Mitglieder des Terrornetzes Al Qaida die Kontrolle über Teile der Stadt übernommen hätten. Aden soll als vorläufige Hauptstadt dienen, bis die Houthis auch aus Sanaa vertrieben worden sind. In der kommenden Woche will das Kabinett erstmals tagen.

          Im März hatten die Houthi-Aufständischen die Hafenstadt Aden gemeinsam mit ihren Verbündeten überrannt und den sunnitischen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi sowie die Regierung zur Flucht nach Saudi-Arabien gezwungen. Die Houthis beherrschen noch immer große Teile des Jemens. Ein von Saudi-Arabien geführtes Bündnis sunnitischer Staaten fliegt regelmäßig Luftangriffe auf Stellungen der schiitischen Rebellen.

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