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Jemen : Demonstranten in Sanaa erschossen

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Nach der Unterzeichnung Salihs: Jubel bei Demonstranten im Jemen Bild: dapd

Auch nachdem Präsident Salih ein Abkommen zur Machtübergabe unterzeichnet hat, geht die Gewalt im Jemen weiter. In Sanaa sollen mindestens fünf Demonstranten erschossen worden sein.

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          Auch nach dem Machtverzicht  von Präsident Ali Abdullah Salih kehrt im Jemen kein Frieden ein. Am Donnerstag schossen mutmaßliche Anhänger des alten Regimes auf Teilnehmer einer Protestkundgebung in der Hauptstadt Sanaa. Nach Angaben von Augenzeugen forderten die Demonstranten, Salih müsse vor Gericht gestellt werden. Die Nachrichtenwebsite „Marib Press“ sprach von fünf Toten und 22 Verletzten.

          Die Vereinbarung, die Salih und die Vorsitzenden der Oppositionsparteien am Mittwoch in Saudi-Arabien unterzeichnet hatten, sieht Straffreiheit für den Präsidenten und seine Familie vor. An der Formulierung des Dokuments hatten die arabischen Golfstaaten und die Vereinten Nationen mitgearbeitet.

          Es verschafft dem seit 1978 amtierenden Präsidenten einen würdevollen Abgang.
          Salih soll 90 Tage lang „Ehrenpräsident“ des Jemen bleiben und die Macht an seinen Stellvertreter Abed Rabbo Mansur Hadi sowie eine noch zu bildende Übergangsregierung abtreten. Innerhalb von drei Monaten soll ein neuer Präsident gewählt werden.Dieser soll dann zusammen mit der Opposition eine neue Regierung bilden.

          Historischer Augenblick: Salih dokumentiert seine Bereitschaft, die Macht abzugeben.

          „Oh Märtyrer, wir werden nicht ruhen, bis der Killer verurteilt ist“, stand auf einem Transparent der Demonstranten. Sie betonten, die Vereinbarung über einen Machtwechsel sei eine Angelegenheit zwischen Politikern. Sie seien dagegen Vertreter der Zivilgesellschaft und hätten dem Dokument nicht zugestimmt.

          Salih war angeboten worden, in den Vereinigten Staaten ins Exil zu gehen. Die Demonstranten wollen ihn wegen der Schüsse auf Teilnehmer friedlicher Protestaktionen in den vergangenen Monaten vor Gericht stellen.

          Unterdessen wurden in der Provinz Lahdsch eine französische Helferin und ihre zwei jemenitischen Begleiter freigelassen, die zwei Tage zuvor entführt worden waren. Das meldete die Nachrichtenwebsite „Adenlife“. Die Behörden hätten den Entführern dafür versprochen, vier Angehörige ihres Stammes freizulassen, die im Gefängnis sitzen.

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