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Angriff auf Golanhöhen : Iranischer General durch israelische Rakete getötet

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Israelische Soldaten am 19. Januar bei einem Manöver auf den Golanhöhen, einen Tag nach dem Angriff israelischer Hubschrauber auf einen Fahrzeugkonvoi der schiitischen Hizbullah-Miliz. Bild: Reuters

Nicht nur für die schiitische Hizbullah-Miliz aus dem Libanon war der israelische Hubschrauberangriff auf einen Fahrzeugkonvoi ein schwerer Schlag. Auch ein ranghoher Offizier der verbündeten iranischen Revolutionsgarden ist neben drei Hizbullah-Kommandeuren unter den Opfern.

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          Bei einem israelischen Luftangriff auf die syrischen Golanhöhen sind am Sonntag nicht nur sechs libanesische Milizionäre, sondern auch sechs iranische Soldaten getötet worden. Das verlautete am Montag aus den Reihen der schiitischen Hizbullah. Unter den Opfern sei auch ein General der Revolutionsgarden, bestätigte die iranische Elitetruppe auf ihrer Internetseite.

          Israel habe die Stellungen in der Provinz Kuneitra am Sonntag mit Hubschraubern attackiert, teilten die Revolutionsgarden mit. Bei dem Angriff waren auch sechs Mitglieder der libanesischen Hizbullah-Miliz getötet worden, darunter drei Kommandeure.

          Diese und die sechs getöteten Revolutionswächter seien in einem Konvoi aus drei Fahrzeugen unterwegs gewesen, verlautete aus dem Umfeld der Hizbullah. Bei dem Angriff war auch der Sohn des 2008 in Damaskus ermordeten früheren Hizbullah-Militärführers Imad Mughnijeh getötet worden. Er wurde am Montag im Süden Beiruts beerdigt.

          Die schiitische Miliz und der Iran unterstützen im Bürgerkriegsland Syrien die Armee von Machthaber Baschar al-Assad.

          Iran verurteilt israelischen Angriff als „Terrortat“

          Das iranische Außenministerium verurteilte den israelischen Angriff auf die Hizbullah-Einheit auf den syrischen Golanhöhen „terroristische Tat“. Der Angriff zeige, dass der Konflikt in Syrien „Teil der Konfrontation mit dem zionistischen Regime“ sei.

          Ein Mitglied des Politbüros der Hizbullah sagte, sie werde „zur rechten Zeit und am rechten Platz“ auf die Tötung ihrer Mitglieder reagieren. Die Region nahe dem von Israel besetzten Teil der Golan-Höhen steht seit vergangenem Herbst unter Kontrolle der Nusra-Front, dem syrischen Ableger Al Qaidas.

          Israel hat gegenüber der UN-Beobachtermission Undof wiederholt deutlich gemacht, dass sie eine Präsenz der ebenfalls in die Gegend eingesickerten Hizbullah nicht dulden werde.

          Das rund 1700 Quadratkilometer große Golan-Plateau ist dünn besiedelt und hat vor allem strategische Bedeutung. Die westlichen zwei Drittel des Gebiets wurden von Israel im Sechs-Tage-Krieg 1967 besetzt, die internationale Gemeinschaft hat die Annexion bis heute nicht anerkannt. Syrien macht eine Rückgabe zur Voraussetzung für einen formellen Friedensvertrag mit dem Nachbarland. Israel weigert sich jedoch, die Hügelregion aufzugeben.

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