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Israel und Syrien : Der Krieg und das Böse

  • -Aktualisiert am

Mit den Luftschlägen Israels in Syrien ist eine neue Front eröffnet worden - nicht zuletzt für den Westen. Wäre es wirklich so schwierig, in Syrien beispielsweise eine Flugverbotszone einzurichten?

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          Die Lage in Syrien wird immer heilloser. Die israelischen Luftangriffe auf syrisches Gebiet, die offenbar Raketenlieferungen an die libanesische Hizbullah gegolten haben, sind für sich genommen legitim: Das sind Präventivschläge gegen einen Erzfeind, der in der Vergangenheit schon mehrfach gezeigt hat, dass er vor Angriffen auf Israel nicht zurückschreckt. Je weiter diese Waffen tragen und je zielgenauer sie sind, desto gefährlicher wird dieser Gegner.

          Allerdings ist damit eine neue Front eröffnet worden, nicht nur im Nahen Osten. Zwar hat die syrische Armee momentan anderes zu tun, als Vergeltung zu üben. Aber für den Westen ist die Frage gestellt, ob es tatsächlich so gefährlich und schwierig sei, mit Hilfe gezielter Luftschläge in den Bürgerkrieg einzugreifen. Die von den UN vorgebrachte Vermutung, dass es Rebellen waren, die in diesem Konflikt Giftgas eingesetzt haben, neutralisiert allerdings die in dieser Frage mitschwingende Kritik, indem sie die Unterscheidung zwischen den „Guten“ und den „Bösen“ teilweise aufhebt. Es ist der Krieg an sich, der fortlaufend Böses zeugt.

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