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Eklat in Israel : EU-Botschafter als Hannibal Lecter

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„Das Schweigen der Lämmer“ dient als Vorbild für den Werbefilm einer israelischen Siedlerorganisation. Bei der Wahl des Mörders haben sich die Aktivisten allerdings deutlich vergriffen.

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          Mit einem Videobeitrag über den EU-Botschafter in Israel hat eine Siedlerorganisation in Israel am Sonntag Kritik der israelischen Regierung hervorgerufen. In dem Video wird Botschafter Lars Faborg-Andersen mit einem Maulkorb gezeigt, wie er in dem Film „Das Schweigen der Lämmer“ von dem von Anthony Hopkins gespielten Mörder Hannibal Lecter getragen wird. Der Titel des von der Gruppe Forum der Peripherie Jerusalems im Sozialnetzwerk Facebook verbreiteten Films lautet: „Wir müssen Andersen zum Schweigen bringen“.

          Die Gruppe kämpft unter anderem für ein Ende der EU-Hilfen für Beduinensiedlungen entlang der Autostraße zwischen der Großsiedlung Maale Adumim im Norden von Jerusalem und dem Toten Meer. Faborg-Andersen werfen die Siedleraktivisten in dem Film vor, die Souveränität Israels zu „untergraben“ und „Gesetze zu verletzen“. Die EU wolle „Fakten am Boden schaffen“ und leiste einem „künftigen terroristischen Staat“ Vorschub.

          Der Leiter des Außenamts, Dore Gold, kritisierte den Film als „respektlos“, wie Ministeriumssprecher Emmanuel Nahshon sagte. Die EU-Vertretung in Israel wollte zunächst keine Stellungnahme abgeben.

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