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Anschlag in Jerusalem : Eklat im Sicherheitsrat

  • Aktualisiert am

Riyad Mansour aus Palästina liefert sich einen Schlagabtausch mit seinem israelischen Kollegen. Bild: AP

Die Vertreter Israels und Palästinas im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen haben nach dem Bombenanschlag von Jerusalem einander öffentlich beschimpft.

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          Bei einer Debatte im UN-Sicherheitsrat in New York ist es am Montag zum Eklat zwischen dem Vertreter Israels und seinem palästinensischen Kollegen gekommen. Der israelische UN-Botschafter Danny Danon forderte den Palästinenser Riyad Mansour auf, Angriffe von Palästinensern auf Israelis zu verurteilen. „Schande über euch für die Glorifizierung des Terrorismus“, rief Danon. Darauf entgegnete Mansour: „Schande über euch für das Töten palästinensischer Kinder.“

          Obwohl vom Sitzungspräsidenten zur Ordnung gerufen, hörten beide nicht auf und beschimpften sich über die offenen Mikrofone gegenseitig weiter.

          Mit einem Bombenanschlag auf einen Bus in Jerusalem war es im Nahen Osten am Montag zu einer neuen Eskalation gekommen. Mindestens 21 Menschen wurden nach Polizeiangaben verletzt, als ein Sprengsatz in einem Bus explodierte. Der israelische Inlandsgeheimdienst sprach von einem „Terrorangriff“. Die radikalislamische Hamas „begrüßte“ die Tat.

          In der Debatte im Sicherheitsrat ging es um eine geplante UN-Resolution, mit der die Palästinenser einen Stopp des israelischen Siedlungsbaus in den Palästinensergebieten erreichen wollen. Der Entwurf wird von mehreren arabischen Staaten verhandelt und liegt dem UN-Sicherheitsrat noch nicht offiziell vor. Die Vereinigten Staaten hatten 2011 gegen einen ähnlichen Entwurf ihr Veto eingelegt.

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