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Israel : Größte illegale Siedlung im Westjordanland frei zum Abriss

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Israelische Grenzpolizisten beaufsichtigen im Mai 2014 den Abriss illegaler Siedlerhäuser in der Nähe von Bethlehem. Bild: Reuters

Nach jahrelangen Prozessen gibt das oberste Gericht Israels grünes Licht zum Abriss der Siedlung Amona. Rund 300 jüdische Siedler leben hier illegal auf Palästinenser-Land. Sie hatten sich schon einmal gegen eine Räumung zur Wehr gesetzt.

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          Das Oberste Gericht Israels hat den Abriss einer jüdischen Siedlung im Westjordanland angeordnet. Die Entscheidung muss innerhalb von zwei Jahren umgesetzt werden. Demnach wurden die Häuser ohne Genehmigung der israelischen Regierung errichtet. Die Regierung müsse für die Siedler Alternativen finden. Dem Urteilsspruch des Gerichtspräsidenten Ascher Grunis war ein jahrelanger juristischer Streit vorausgegangen.

          In der 1997 auf privatem Land errichteten Siedlung Amona leben etwa 50 orthodoxe jüdische Familien mit insgesamt rund 300 Mitgliedern. Es handelt sich nach Angaben der Zeitung „Haaretz“ um die größte illegale Siedlung im Westjordanland. Schon vor zehn Jahren war der Abriss angeordnet worden.

          Schon vor Jahren schwere Zusammenstöße

          Amona wurde auf Land errichtet, das den Palästinensern gehört - sie stehen auch hinter der Klage. Im Jahr 2006 kam es bei dem Versuch der Räumung von einigen Häusern der illegalen Siedlung zu Zusammenstößen, bei denen mehr als 250 Menschen verletzt wurden. Die Einsatzkräfte trafen damals auf heftige Gegenwehr der Bewohner.

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