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„Islamischer Staat“ : Dschihadisten foltern angeblich mit Waterboarding

  • Aktualisiert am

Von den Dschihadisten gefoltert und getötet: James Foley Bild: dpa

Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ hat Geiseln offenbar mit Methoden misshandelt, die die CIA früher beim Verhör von Verdächtigen anwendete. Vor allem Amerikaner sollen dem Waterboarding unterzogen worden sein.

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          Die Dschihadisten des „Islamischen Staat“ foltern ihre Geiseln offenbar mit Methoden, die früher der amerikanische Geheimdienst CIA beim Verhör von Terrorverdächtigen einsetzte. Die Washington Post berichtet unter Berufung auf zwei anonyme Informanten, dass mindestens vier in Syrien Entführte unter anderem durch simuliertes Ertränken, genannt Waterboarding, gequält worden sind.

          Auch der von den Islamisten kürzlich ermordete Fotograf James Foley soll mehrfach der qualvollen Prozedur unterzogen worden sein. Schon zuvor war berichtet worden, dass Foley von den Dschihadisten besonders brutal misshandelt worden sei.

          Die Regierung von George W. Bush hatte nach den Anschlägen vom 11. September 2001 die CIA heimlich ermächtigt, Terrorverdächtige im Ausland gefangen zu nehmen und sie in Geheimgefängnissen zu verhören. Dabei wurde unter anderem Waterboarding angewendet, das bei den Gefolterten das Gefühl verursachen soll, sie würden ertrinken. Barack Obama beendete das Programm 2009 in seiner ersten Woche im Präsidentenamt.

          Die Dschihadisten orientierten sich nun offenbar an den Methoden der CIA. „Sie wussten genau, wie es geht“, zitiert die „Washington Post“ ihre Quelle.

          Ein namentlich nicht genannter amerikanischer Regierungsbeamter sagte der Zeitung, der IS sei „eine Gruppe, die regelmäßig Leute kreuzigt und köpft. Zu unterstellen, dass es irgendeinen Zusammenhang zwischen der Brutalität der ISIL und vergangenen Handlungen der Vereinigten Staaten gibt, ist lächerlich und spielt ihrer verdrehten Propaganda in die Hände.

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