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Syrien : Ischinger für Militär-Einsatz Deutschlands

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Wolfgang Ischinger ist Chef der Münchener Sicherheitskonferenz. Bild: Picture-Alliance

Der Konflikt in Syrien ist einer der Gründe für den großen Flüchtlingsandrang. Der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz fordert deshalb von Deutschland militärisches Engagement. Sonst dürfe man sich nicht über Millionen Flüchtlinge wundern, so Ischinger.

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          Der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hat sich für ein militärisches Engagement Deutschlands in Syrien ausgesprochen. „Unsere Strategie in der Syrien-Krise ist nur dann glaubwürdig, wenn sie mit glaubwürdigen militärischen Handlungsoptionen unterlegt ist“, sagte Ischinger dem „Münchner Merkur“.

          „Die EU muss imstande sein, über Fragen wie Schutzzonen in Syrien für die Millionen von Flüchtlingen ernsthaft zu reden“, forderte Ischinger. Dazu müsse auch mit den Vereinigten Staaten und anderen über mögliche Flugverbote in und um Syrien gesprochen werden. „Wer sich dazu nicht aufrafft, darf sich nicht wundern, wenn weitere hunderttausende oder Millionen Flüchtlinge bei uns landen.“

          Ischinger stellte mit Blick auf den Konflikt in Syrien fest: „Wir haben vor vier Jahren fälschlicherweise weg geschaut.“ Doch auch Nichtstun habe Folgen. Nun lande der Konflikt „krachend vor unserer Haustür“. Europa müsse sich bei der Lösung des Problems auch mit Russland und dem Iran abstimmen.

          Generell zeichnete der Sicherheitsexperte ein düsteres Bild von der Lage im Nahen Osten. „Die gesamte Region steht kurz vor der Groß-Explosion. Die Gefahr überschwappender Instabilität ist enorm.“ Deshalb sei es überfällig, in Europa nicht nur „Abwehrschritte“ zu unternehmen, sondern „eine diplomatische Groß-Initiative“ zu starten.

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