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Nach Atomabkommen : Iran will bessere Beziehungen zu Saudi-Arabien

  • Aktualisiert am

Feiern auf den Straßen Teherans nach der historischen Einigung im Atomstreit. Bild: AP

Nach dem Erfolg der Atomverhandlungen im Juli will Teheran weiter mithilfe von Diplomatie Konflikte lösen. Diesmal mit Riad. Das kündigte der stellvertretende Außenminister Amirabdollahian an.

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          Das schiitische Land Iran will nach der Atomeinigung nun auch seine Differenzen mit dem sunnitischen Nachbarn Saudi-Arabien beilegen. „Diplomatie ist der einzige Weg, um Missverständnisse auszuräumen“, sagte der stellvertretende Außenminister Hussein Amirabdollahian am Montag. Teheran würde jeden konstruktiven Schritt Riads positiv erwidern, sagte Amirabdollahian dem Nachrichtensender Al Alam.

          In der Atomvereinbarung hatten die UN-Vetomächte und Deutschland dem Iran ein ziviles Atomprogramm zugestanden und das Ende der Sanktionen. Damit sollte gleichzeitig der Aufbau einer iranischen Atomstreitmacht verhindert werden.

          Die Atomverhandlungen sollten auch als Modell für die Beilegung der Krisen in der Region, besonders in Syrien und Jemen, dienen. „Die Atomeinigung ist ein Beweis dafür, dass diplomatische Verhandlungen auch die komplexesten politischen Themen lösen können“, sagte Amirabdollahian weiter. Besonders im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat sollten alle Staaten in der Region an einem Strang ziehen.

          Teheran und Riad streiten seit langem um die Vorherrschaft im Nahen und Mittleren Osten; zuletzt verschärften der Krieg in Syrien sowie die Angriffe der von Saudi-Arabien angeführten Sunnitenallianz im Jemen die  Krise. Iran wirft Saudi-Arabien vor, mit der Unterstützung der Aufständischen in Syrien und dem Streben nach einem Sturz des syrischen Präsidenten Baschar al Assad den weiteren Vormarsch des „Islamischen Staats“ ermöglicht zu haben. Auch die Angriffe auf die von Iran unterstützten Houthi in Jemen stärkten laut Teheran nur den IS.

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