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Iran : 26 Jahre alte Frau wegen Mordes hingerichtet

  • Aktualisiert am

Rejhaneh Dschabbari im Jahr 2008 vor Gericht Bild: dpa

Nach eigenen Angaben hat Rejhaneh Dschabbari 2007 einen Mann, der sie vergewaltigen wollte, in Selbstverteidigung erstochen. Das Gericht in Teheran glaubte ihr nicht. Nun wurde sie, trotz internationaler Proteste, hingerichtet.

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          Die Iranerin Rejhaneh Dschabbari hat nach eigenen Angaben vor sieben Jahren ihren Vergewaltiger mit einem Messer getötet: Jetzt ist die 26-Jährige wegen Mordes hingerichtet worden. Das gab die Teheraner Staatsanwaltschaft am Samstag bekannt. Demnach wurde die junge Frau im Radschaei-Schahr-Gefängnis in der Kleinstadt Karadsch westlich von Teheran gehängt.

          Die iranische Justiz wollte eine Hinrichtung verhindern, auch weil der Fall im Ausland für viel Aufmerksamkeit gesorgt hatte. Aber im Iran gilt bei Totschlag das sogenannte Ghessass-Gesetz, wonach die Familie des Opfers das Recht auf Vergeltung hat. Sie kann dann entweder auf die Hinrichtung bestehen oder den oder die Täter begnadigen. Die Familie des getöteten Mannes lehnte eine Begnadigung mehrfach ab.

          Die 26-Jährige war wegen Mordes an dem Geheimdienstmitarbeiter Mortesa Abdolali Sarbandi verurteilt worden. Dem UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte im Iran, Ahmed Shaheed, zufolge war Dschabbari von Sarbandi als Innenarchitektin engagiert worden. Im Juli 2007 soll er sie in seiner Wohnung sexuell belästigt haben, woraufhin sie ihn in Selbstverteidigung erstochen habe.

          Die Polizei stellte nach Aussage des Chefermittlers keine Spuren einer Vergewaltigung fest. Außerdem soll der Mann - angeblich beim Beten - von hinten erstochen worden sein. Im Gericht war auch von einer „unmoralischen Beziehung“ der damals 19-Jährigen mit ihrem späteren Opfer die Rede.

          Neben iranischen Schauspielern und anderen Prominenten gab es auch im Westen zahlreiche Stimmen, die eine Aussetzung der Todesstrafe für die junge Frau gefordert hatten. Nach Angaben der Vereinten Nationen und internationaler Menschenrechtsgruppen kam Dschabbaris Geständnis unter massivem Druck und Drohungen seitens der Anklage zustande. Die UN haben bereits mehr als 250 Hinrichtungen im Iran in diesem Jahr gezählt.

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