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Irak : Mehr als 50 Tote bei IS-Anschlag

  • Aktualisiert am

Ein irakischer Soldat sichert den Attentatsort. Bild: Reuters

Ein mit Sprengstoff beladener Tanklaster explodierte in einem Kontrollpunkt am Eingang zur Stadt Hilla. Abermals war es ein gezielter Angriff auf Schiiten.

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          Bei einem Selbstmordanschlag mit einem Tanklastwagen sind südlich der irakischen Hauptstadt Bagdad mindestens 52 Menschen getötet worden. Weitere 67 Menschen wurden verletzt, wie Polizei und Beamte im Gesundheitsministerium mitteilten. Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) bekannte sich zu der Tat.

          Der Attentäter war den Angaben zufolge am Ortseingang der Stadt Hilla etwa 100 Kilometer südlich von Bagdad in einen Kontrollpunkt gefahren. Dort explodierte sein mit Sprengstoff beladener Tanklaster. Der Posten wurde vollständig zerstört, wie auch eine nahe gelegene Polizeiwache sowie einige Häuser und Dutzende Autos. Den Sicherheitskräften zufolge war es der bisher schwerste Anschlag in der überwiegend von Schiiten bewohnten Provinz.

          Die Dschihadisten beherrschen noch weite Teile im Norden und Westen des Landes, sind aber durch eine Offensive der irakischen Armee unter Druck. Ende 2015 hatten die Streitkräfte die Großstadt Ramadi größtenteils vom IS zurückerobert. Iraks Ministerpräsident Haider al-Abadi hatte vor kurzem angekündigt, die Extremisten in diesem Jahr aus dem Irak vertreiben zu wollen.

          In den vergangenen Monaten hatte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) immer wieder ähnliche Anschläge verübt. Erst vor etwa einer Woche waren bei zwei Angriffen mehr als 100 Menschen getötet worden. Ziel waren auch hier ein vor allem von Schiiten bewohnter Stadtteil der Hauptstadt Bagdad sowie einen Tag später eine schiitische Trauerfeier im Osten des Landes. Die sunnitischen IS-Dschihadisten sehen Angehörige anderer muslimischer Glaubensrichtungen als Abtrünnige.

          Mit Sprengstoff beladen : Dutzende Tote bei Anschlag mit Tanklaster im Irak

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