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Irak : Islamisten verwüsten Museum in Mossul

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Ein Internetvideo zeigt Anhänger des IS, die Ausstellungsstücke im Museum von Mossul zerstören. Bild: AP

Die Dschihadisten des „Islamischen Staats“ haben im Internet ein Video veröffentlicht, in dem die Zerstörung jahrtausendealte Kulturgüter zu sehen ist. Gefilmt wurde es im Museum der irakischen Stadt Mossul. 

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          Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) hat im Norden des Iraks einzigartige Kulturgüter aus altorientalischer Zeit zerstört. Darunter ist eine assyrische Türhüterfigur, die mehr als 2600 Jahre alt ist.

          Ein Video, das die Extremisten im Internet veröffentlicht haben, zeigt, wie IS-Anhänger im Museum der Stadt Mossul und an der Grabungsstätte Ninive bedeutende Bildwerke aus der Antike die mit Hammern und Bohrern zertrümmern. Experten bestätigten, dass es sich bei vielen der zerstörten Stücke um Originale handelt.

          Wie das Video zeigt, hinterließen die Dschihadisten in dem Museum eine Spur der Verwüstung.
          Wie das Video zeigt, hinterließen die Dschihadisten in dem Museum eine Spur der Verwüstung. : Bild: AP

          Die Türhüterfigur sei eine „Ikone der altorientalischen Bildkunst“, sagte Markus Hilgert, Direktor des Vorderasiatischen Museums in Berlin, am Donnerstag. „Das ist so, als würde jemand die Sphinx in Ägypten zerstören.“ Die Figur ist laut Experten Teil des assyrischen Nergal-Tores aus dem siebten Jahrhundert vor Christus. Es gehörte zur Befestigung von Ninive, dem Zentrum des assyrischen Reiches.

          Anfang der Woche hatten die IS-Anhänger Medienberichten zufolge die historische Bibliothek der Stadt gestürmt und Tausende Bücher verbrannt.

          Mossul ist die zweitgrößte Stadt des Iraks und wegen seiner Ölraffinerien von strategischer Bedeutung. In Bagdad wird schon seit längerem über eine großangelegte Bodenoffensive auf Mossul spekuliert. Nach Plänen des amerikanischen Militärs soll diese spätestens im Mai starten. Der Zeitplan sehe den Beginn der Offensive im April oder Mai vor, sagte ein Vertreter des für Einsätze in der Region zuständigen amerikanischen Zentralkommandos (Centcom).

          Wenn es viel später werde, sei der Einsatz wegen des islamischen Fastenmonats Ramadan und der zunehmenden Hitze problematisch. Es seien aber noch viele Vorbereitungen für die Offensive zu treffen.

          In Mossul sollen sich zwischen 1000 und 2000 IS-Kämpfer aufhalten. 20.000 bis 25.000 irakische Soldaten sollen laut Centcom an der Offensive teilnehmen. Zudem sollen kurdische Brigaden zum Einsatz kommen. Die Truppen werden teilweise von den Amerikanern ausgebildet. Die Dschihadisten hatten die nordirakische Großstadt Mossul im Juni 2014 eingenommen.

          Laut dem Centcom-Vertreter schließt das amerikanische Militär nicht aus, während der Offensive Luftangriffe der irakischen Streitkräfte zu steuern. Die Entscheidung darüber liege aber bei Präsident Barack Obama.

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