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Nordirak : Giftgasangriff auf Peschmerga-Kämpfer

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An der Ausbildung kurdischer Peschmerga beteiligt: Oberst Jochen Schneider im April in Arbil Bild: dpa

Die Bundeswehr berichtet von einem Chemiewaffenangriff auf kurdische Kämpfer im nordirakischen Arbil. Deutsche Soldaten seien nicht gefährdet gewesen, heißt es. Amerikanische Spezialisten sollen den Vorfall untersuchen.

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          Die von der Bundeswehr ausgebildeten kurdischen Kämpfer im Nordirak sind offenbar Ziel eines Chemiewaffenangriffs geworden. Das teilte das Bundesverteidigungsministerium mit. Deutsche Soldaten in der Region seien „nicht betroffen und nicht gefährdet" gewesen, sagte ein Sprecher am Donnerstag in Berlin. Allerdings hätten kurdische Peschmerga-Kämpfer Reizungen der Atemwege durch das Giftgas erlitten.

          Konsequenzen für den Fortgang des Bundeswehreinsatzes im Nordirak werde der Chemiewaffenangriff vorerst nicht haben: „Der Schutz unserer Soldaten im Nordirak ist ohnehin auf dem höchsten Stand", sagte der Ministeriumssprecher. Nach Erkenntnissen der Bundeswehr ereignete sich der Angriff südwestlich der Kurdenmetropole Arbil. Ausgeführt wurde er demnach mit Mörser- oder Artilleriegranaten. Dies sind Waffen mit einer relativ kurzen Reichweite von nur wenigen Kilometern. Aus Bagdad seien irakische und amerikanische Spezialisten zum Anschlagsort unterwegs, um die genauen Umstände zu prüfen, sagte der Ministeriumssprecher.

          Seit September vergangenen Jahres unterstützt Deutschland den Kampf der nordirakischen Peschmergaverbände gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) mit Waffen und Schulungen. Derzeit sind nach Ministeriumsangaben 89 Bundeswehrangehörige für die Ausbildungsmission im Nordirak stationiert.

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