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Friedensgespräche : Opposition bleibt Syrien-Runde fern

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UN-Vermittler Staffan de Mistura (l.) - hier bei einem Treffen mit dem syrischen Vizeregierungschef Walid al-Moallem vor wenigen Tagen in Damaskus Bild: dpa

Die syrische Opposition will nicht mehr an Friedensgesprächen in Genf teilnehmen. Für UN-Vermittler De Mistura verkompliziert sich dadurch die Lage.

          Aus Protest gegen immer stärkere Kämpfe in Syrien nimmt die Opposition nach Angaben von UN-Vermittler Staffan de Mistura vorerst nicht mehr an den Friedensgesprächen in Genf teil. Vertreter der Gegner von Präsident Baschar al-Assad blieben aber für informelle Beratungen in der Stadt, sagte de Mistura am Montag. Die Vorstellungen der Opposition und der Regierung in Damaskus lägen noch immer weit auseinander, obwohl beide Seiten von politischem Wandel sprächen. De Mistura kündigte an, am Freitag eine Zwischenbilanz der bisherigen Verhandlungen ziehen und dann über das weitere Vorgehen entscheiden zu wollen.

          Der Koordinator der Opposition, Riad Hidschab, hatte eine Fortsetzung der Verhandlungen als inakzeptabel bezeichnet, sollten die Regierung und ihre Verbündeten nicht die Belagerung von Städten und Bombenangriffe auf Zivilisten beenden. Ein Vertreter der Oppositionsdelegation sagte, seine Gruppe habe de Mistura gebeten, die Gespräche zu verschieben, bis die Umstände besser seien. Von der normalerweise rund 15 Personen umfassende Delegation trafen am Montag nur drei Mitglieder in Genf ein.

          Frankreichs Präsident Francois Hollande zeigte sich angesichts der jüngsten Entwicklungen besorgt. Er fürchte ernsthaft, dass sich die Friedensverhandlungen festfahren oder abgebrochen werden, sagte Hollande bei einem Besuch in Ägypten.

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