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Entführung von UN-Soldaten : Al Nusra verlangt Streichung von Terrorliste

  • Aktualisiert am

Kämpfer der Nusra-Front auf einem Screenshot aus einem Internetvideo Bild: AFP

Seit Tagen haben Rebellen der Nusra-Front an den Golanhöhen zwischen Syrien und Israel rund 45 UN-Soldaten in ihrer Gewalt. Nun haben die islamistischen Entführer Forderungen gestellt.

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          Nach der Entführung von 45 auf den Golanhöhen stationierten Blauhelmsoldaten haben islamistische Rebellen erstmals Bedingungen für die Freilassung der Männer aus Fidschi genannt. Die Entführer von der islamistischen Nusra-Front forderten eine Streichung ihrer Gruppierung von der Terrorliste der Vereinten Nationen, wie Fidschis Armeechef Mosese Tikoitoga am Dienstag in der Hautstadt Suva sagte. Die UN-Listung bedeutet für die syrische Rebellengruppe eine Reihe von Sanktionen und Einschränkungen.

          Ferner fordern die Entführer dem Armeechef zufolge humanitäre Hilfen für eine von ihnen gehaltene Kleinstadt nahe Damaskus sowie Kompensationen für drei ihrer bei Gefechten verletzten Kämpfer. Dies seien die offiziellen an die Vereinten Nationen übermittelten Forderungen der Nusra-Front, sagte Tikoitoga. Nach unbestätigten Medienberichten aus Fidschi verlangen die Islamisten zudem die Freilassung des früheren Al-Qaida-Führers Abu Mussab al-Suri, auch bekannt als Mustafa Setmariam Nasar. Dieser war im Jahr 2005 in Pakistan festgenommen worden und wird derzeit von den syrischen Behörden festgehalten.

          Den Armeeangaben zufolge wurden am vergangenen Mittwoch insgesamt 45 Soldaten aus Fidschi entführt. Zuvor war die Zahl der Entführten mit 44 oder 43 etwas niedriger angegeben worden. Sie gehören der UN-Beobachtertruppe Undof an, die seit dem Jahr 1974 auf den zwischen Israel und Syrien geteilten Golanhöhen die Einhaltung des Waffenstillstands zwischen den beiden Staaten überwacht.

          Der Armeechef veröffentlichte am Dienstag die Namen der Entführten und sagte, die Regierung habe in Suva ein Krisenzentrum für Angehörige eingerichtet. Demnach verschleppten die Entführer die Soldaten an einen unbekannten Ort außerhalb der umkämpften Gebiete und versicherten mehrfach, dass es ihnen gut gehe. Tikoitoga sagte, ein Verhandlerteam der Vereinten Nationen sei inzwischen vor Ort.

          Die syrischen Rebellen hatten am Mittwoch den Grenzübergang Kuneitra zerobert und dabei auch die Undof-Soldaten aus Fidschi in ihre Gewalt gebracht. Philippinische Soldaten hingegen weigerten sich, aufzugeben. Sie hielten ihre Stellungen und konnten am Wochenende in Sicherheit gebracht werden. Zur Undof-Mission gehören derzeit etwa 1200 Soldaten aus Indien, Irland, den Niederlanden, Nepal, den Philippinen und Fidschi. Israel hatte nach dem Sechs-Tage-Krieg des Jahres 1967 Teile der Golanhöhen besetzt. Offiziell gehört der gesamte Höhenzug aber weiter zu Syrien.

          Die UN-Soldaten auf den Golanhöhen gerieten seit dem Beginn des syrischen Bürgerkriegs bereits wiederholt unter Beschuss. Nachdem im vergangenen Jahr philippinische Soldaten vorübergehend von syrischen Rebellen verschleppt worden waren, erwog Manila ein Ende der Beteiligung am Undof-Einsatz. Erst vor wenigen Tagen wurde beschlossen, den Einsatz nach der Rückkehr der derzeit 331 Soldaten im Oktober nicht zu verlängern.

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