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Vereinigte Arabische Emirate : Dubai ernennt Ministerin für Glück

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Glücksbringer: Ohud al-Rumi wird die neue Ministerin für Glück der Vereinigte Arabische Emirate. Bild: AFP

In den Vereinigten Arabischen Emiraten wird dem Volk das Wohlbefinden nun staatlich verordnet: Ohud al-Rumi ist zur neuen Ministerin für Glück ernannt worden. Und diese schwere Aufgabe ist nur ihr Nebenjob.

          Etwa sieben Milliarden Menschen suchen im Moment das Glück. Es gibt unzählige Bücher und Ratgeber dazu, wie man das Glück findet, was Glück überhaupt ist. Manche finden das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde und doch ist angeblich jeder seines eigenes Glückes Schmied. In Dubai nicht. Dort gibt es jetzt eine Ministerin mit dem Auftrag das Glück für das Volk herzustellen.

          Regierungschef der Vereinigten Arabische Emirate Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktum, der zugleich Herrscher des Emirats Dubai ist, verkündete am Mittwoch über den Kurzbotschaftendienst Twitter eine groß angelegte Regierungsumbildung mit insgesamt acht neuen Posten.

          Neue Glücksministerin des Landes wird den Angaben zufolge Ohud al-Rumi. Bisher hat sie als Büroleiterin des Scheichs gearbeitet. Diesen Posten will sie neben ihrem neuen Ministerposten weiter behalten.

          Geschaffen wurde auch ein Ministerposten für Toleranz - diesen übernahm die frühere Ministerin für internationale Kooperation und Entwicklung, Lubna al-Kassimi. Das Ministeramt für Toleranz sei geschaffen worden, um diese als „fundamentalen Wert in der Gesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate“ zu verankern, erklärte Scheich Mohammed.

          Gerade einmal 22 Jahre alt ist die neue Jugendministerin Schamma al-Masrui. Das Kabinett in den Emiraten besteht nun aus 29 Ministern und Ministerinnen. Viele der Schlüsselposten der Regierung verbleiben in den Händen der herrschenden Familien.

          „Glück ist nicht nur ein Wunsch in unserem Land“, erklärte der Scheich. Es werde „Projekte und Programme“ für soziales Wohlbefinden und Zufriedenheit geben. Als Gerhard Schröder noch Bundeskanzler war, nannte er das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend einfach nur Ministerium für „Familie und Gedöns“. Erst kürzlich hat er sich geäußert, dass ihm diese Äußerung leid tut.

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