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Die Hizbullah und Assad : Waffenbrüder

Der Führer der libanesischen Schiitenorganisation hat seinem Waffenbruder in Damaskus wieder einmal einen Dienst erwiesen. Er könnte der Vorbote eines neuen Bürgerkriegs im Libanon sein.

          Hassan Nasrallahs Botschaft ist unmissverständlich: Die Hizbullah wird bis zum bitteren Ende an der Seite Assads kämpfen. Ob es tatsächlich zum angekündigten Sieg über die syrischen Rebellen reicht, ist fraglich. Doch der Führer der libanesischen Schiitenorganisation hat seinem Waffenbruder in Damaskus wieder einmal einen Dienst erwiesen. Die Verhandlungsposition des syrischen Diktators hat sich deutlich verbessert. Seine Truppen haben mit Hilfe der Hizbullah zuletzt wieder Boden gutgemacht.

          Während Moskau ihm ein verlässlicher Partner ist, Iran und die Hizbullah an ihrer Treue kaum Zweifel lassen, müssen Assads zerstrittene Gegner dem zögernden Westen erklären, warum unter den Rebellenbrigaden zunehmend Dschihadisten den Ton angeben. Die Freundschaft Nasrallahs zu Assad (oder seine Siegesgewissheit?) ist anscheinend sogar groß genug, um eine weitere Eskalation der Gewalt im Libanon zu riskieren. Es bleibt zu hoffen, dass die Raketen, die im Beiruter Reich der Hizbullah einschlugen, nicht die Vorboten eines aufziehenden neuen Bürgerkrieges sind.

          Christoph Ehrhardt

          Korrespondent für die arabischen Länder mit Sitz in Beirut.

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