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Chaos im Jemen : Amerika muss Drohnenangriffe auf Al Qaida stoppen

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Unterstützer der Houthi-Rebellen verbrennen bei einer Demonstration am Freitag eine amerikanische Flagge Bild: AP

Die Machtübernahme der Houthi-Rebellen im Jemen behindert den Anti-Terror-Einsatz der Vereinigten Staaten. Eine wichtige Informationsquelle im Kampf gegen Al Qaida droht zu versiegen.

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          Die Machtübernahme der Houthi-Rebellen im Jemen hat offenbar unmittelbare Folgen für den Kampf der Vereinigten Staaten gegen die radikal-islamische Al Qaida. Einige Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung seien in dem arabischen Land auf Eis gelegt worden, sagten mehrere amerikanische Regierungsvertreter am Freitag. Der Einsatz sei regelrecht erstarrt. So würden vorerst keine Drohnenangriffe mehr gegen die Islamisten geflogen. Andere Regierungsvertreter sagten, man wolle sich zunächst ein Bild der veränderten Lage machen.

          Die „Washington Post“ berichtete, dass die Sicherheitskräfte im Jemen bisher wesentliche Geheimdienstinformationen für den Drohneneinsatz geliefert hatten. Diese Informationsquelle sei nun jedoch in der Hand der Houthi-Rebellen. Ein Regierungssprecher sagte vor Journalisten, die Vereinigten Staaten wollten ihren Einsatz zur Terrorismusbekämpfung in Zusammenarbeit mit dem Jemen fortsetzen. „Ich habe zu diesem Zeitpunkt keine Änderungen unserer Politik bekanntzugeben.“

          Der Machtkampf zwischen Jemens Regierung und den schiitischen Houthi-Rebellen hatte sich zuletzt deutlich zugespitzt. Die vom Iran unterstützten Aufständischen übernahmen die Kontrolle über das Land. Präsident Abd-Rabbu Mansur Hadi und die Regierung traten am Donnerstag zurück. Die Houthi-Rebellen sind zwar Gegner des jemenitische Arms der sunnitischen Al Qaida. Sie lehnen aber auch die Vereinigten Staaten ab. Das zeigte sich etwa am Freitag, als Tausende Menschen sich in der Hauptstadt Sanaa versammelten mit Plakaten, auf denen „Tod für Amerika, Tod für Israel“ stand.

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