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Chance für Gaza : Kriegsmüde Hamas

Während der Waffenruhe trauen sich die Menschen in Gaza wieder in die zerstörten Straßen Bild: AFP

Israel und die Palästinenser suchen einen gesichtswahrenden Weg, um den Krieg zu beenden. Die neue Feuerpause soll sogar fünf Tage dauern.

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          Ohne Dramatik in der letzten Minute scheint es nicht zu gehen. Kurz bevor sich Israelis und Palästinenser bereit erklärten, die Feuerpause in Gaza zu verlängern, flogen wieder Raketen; die israelische Armee erwiderte das Feuer.

          Hans-Christian Rößler

          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          Trotzdem gehen die Verhandlungen weiter: Jetzt sollen die Waffen sogar fünf Tage lang ruhen. So viel Zeit hatten die Konfliktparteien bisher den ägyptischen Vermittlern noch nicht gegeben. Ob die 120 Stunden genügen, um sich einen langfristigen Waffenstillstand zustande zu bringen, ist fraglich.

          Große Erfolge werden beide Seiten nach dem Ende des Krieges nicht vorweisen können: Die Blockade des Gazastreifens wird nicht aufgehoben, wie es die Palästinenser fordern; allenfalls wird sie schrittweise gelockert. Die israelische Forderung nach einer Entwaffnung der Hamas war von Anfang an unrealistisch. Dafür müsste die israelische Armee wohl den ganzen Gazastreifen erobern und für längere Zeit besetzen – mit hohen Verlusten, die die Regierung in Jerusalem fürchtet.

          Die von Ägypten vermittelten indirekten Gespräche ziehen sich auch deshalb in die Länge, weil die Hamas-Führung wie die israelische Regierung nach Wegen suchen, wie sie die dürftigen Ergebnisse einer Einigung in Gaza zuhause gesichtswahrend doch noch als einen kleinen Sieg verkaufen können. Wie kriegsmüde mittlerweile die Hamas und die anderen bewaffneten Gruppen sind, zeigte die vergangene Nacht. Das Raketenfeuerwerk in Gaza war nur von kurzer Dauer.

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