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Boot gesunken : 1600 Flüchtlinge auf Lampedusa angekommen

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Tunesische Flüchtlinge nach ihrer Ankunft in Lampedusa am Dienstag Bild: REUTERS

Vor Lampedusa ist ein Flüchtlingsboot mit offenbar bis zu 70 Menschen an Bord untergegangen, 35 Menschen gelten als vermisst. Unterdessen landeten binnen der vergangenen 36 Stunden mehr als 1600 Personen in Italien an. Ein von Marokko gechartertes Schiff mit mehr als 1800 Flüchtlingen wurde abgewiesen.

          Innerhalb von 36 Stunden sind in einer neuen Flüchtlingswelle mehr als 1600 Menschen aus Tunesien auf Lampedusa gelandet. Die Neuankömmlinge erreichten die italienische Insel mit 21 Booten, teilte das Hafenamt am Dienstag mit. Das Amt bestätigte Augenzeugenberichte, wonach ein Flüchtlingsboot mit möglicherweise bis zu 70 Menschen an Bord vor der tunesischen Küste untergegangen ist. 35 Personen gelten als vermisst, bislang konnten offenbar fünf Menschen geborgen werden.

          Einige Überlebende des Schiffbruchs vor der tunesischen Küstenstadt Zarzis wurden von einem anderen Flüchtlingsboot aufgenommen und erreichten so Lampedusa. Mitte Februar hatten innerhalb weniger Tage mehr als 5600 Menschen aus Tunesien Lampedusa erreicht. Die Insel selbst zählt nur 4500 Einwohner. Das dortige Flüchtlingszentrum ist lediglich für 850 Menschen ausgelegt. Lampedusa ist 130 Kilometer von Tunesiens Küste entfernt und wegen der Nähe zu Afrika ein „Tor nach Europa“.

          Von italienischen Gewässern ferngehalten wurde am Dienstag ein von Marokko gechartertes Schiff mit mehr als 1800 Menschen an Bord. Das Schiff „Mistral Express“ war am Sonntag in Libyen aufgebrochen und wollte für einen Versorgungshalt den sizilianischen Hafen Augusta anlaufen. Dies verhinderte eine italienische Korvette nach Anweisung aus Rom. Die italienische Regierung wollte mehr Klarheit darüber haben, wohin das Schiff letztlich fahren sollte. An Bord sind 1715 Marokkaner sowie Libyer, Algerier und andere Nationalitäten.

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