https://www.faz.net/-gq5-80lhv

Syrien : Assad: Das Volk steht noch immer hinter mir

  • Aktualisiert am

Syriens Machthaber Baschar al Assad Bild: dpa

Vier Jahre Bürgerkrieg, Hunderttausende Menschen getötet - trotzdem sitzt Syriens Machthaber Assad fest im Sattel. Das verleitet ihn nun zu wagemutigen Behauptungen.

          Der syrische Präsident Baschar al Assad hat nach eigenen Worten auch nach vier Jahren Bürgerkrieg und trotz internationalen Drucks das eigene Volk hinter sich. Er sagte dem portugiesischen Sender RTP am Mittwoch, das Bild, das von ihm im Westen gezeichnet werde, sei verzerrt. Es passe nicht zusammen, dass „das Volk, die regionalen Länder und der Westen“ angeblich gegen ihn seien, er aber noch immer an der Macht sei.

          Er habe nur deshalb vier Jahre dem Konflikt standhalten können, weil er die nötige „öffentliche Unterstützung“ habe, sagte Assad. Syrien wird seit Jahren von einem Bürgerkrieg beherrscht, der im März 2011 mit regierungskritischen Protesten begonnen hatte. Schätzungen zufolge wurden seitdem mehr als 220.000 Menschen getötet. Assad bezeichnete diese Opferzahlen als „überhöht“, der Westen habe schon immer zu hohe Todeszahlen in Syrien angegeben.

          Assad wies außerdem den Eindruck zurück, dass das syrische Staatsgefüge zusammengebrochen sei. „Die staatlichen Institutionen funktionieren noch immer“, sagte Assad. Auch Gehälter würden weiterhin gezahlt. Außerdem unterstütze er eine „politische“ Lösung des Konflikts. Die Opposition sei allerdings mit Drittländern wie den Golfstaaten verbündet und er wolle lieber mit „Menschen sprechen, die Syrer in Syrien repräsentieren“.

          Topmeldungen

          Ein Maisfeld im Oderbruch in Brandenburg wird künstlich bewässert.

          Besonders im Osten : Warnung vor Wasserknappheit in Deutschland

          Trockenheit und Dürre schlagen auch auf den Grundwasserstand durch. Eine Umweltexpertin warnt: In Zukunft könne es in einigen Regionen Deutschlands Verteilungskämpfe ums Wasser geben, etwa zwischen Landwirtschaft und Trinkwasserversorgung.

          Syrien-Gipfel : Erdogan trifft Putin und Ruhani

          Die Türkei, Russland und Iran: Drei Länder mit unterschiedlichen Interessen im syrischen Bürgerkrieg. Beim Treffen in Ankara wollen die Präsidenten über die Lage in der Rebellenhochburg Idlib und die Rückkehr von Flüchtlingen sprechen.
          Braunkohlekraftwerk Jänschwalde hinter dem ehemaligen Braunkohletagebau Cottbus-Nord

          Details des Klimapakets : Wer hat’s erfunden?

          Kommenden Freitag soll das Klimapaket beschlossen werden. Um die entscheidenden Details wird bis zuletzt gerungen: Offen ist vor allem die Frage, wie viel die Tonne CO2 kosten soll.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.