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Anschlag auf Synagoge : Auswärtiges Amt verschärft Reisehinweis für Israel

  • Aktualisiert am

Israelische Polizisten während des Anschlags auf eine Synagoge in Jerusalem Bild: Reuters

Das Auswärtige Amt rät Reisenden zu erhöhter Vorsicht in Jerusalem und im Westjordanland. Nach dem Anschlag auf eine Synagoge habe sich dort die bereits angespannte Sicherheitslage noch einmal verschlechtert.

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          Nach dem Anschlag auf eine Synagoge in Jerusalem hat das Auswärtige Amt in Berlin verschärfte Reisehinweise für Israel herausgegeben. Die seit dem Sommer bereits angespannte Sicherheitslage in Jerusalem habe sich nochmals verschlechtert, heißt es in einer aktuellen Mitteilung des Ministeriums unter Verweis auf den Anschlag vom Dienstag. Zwei palästinensische Attentäter hatten vier jüdische Gläubige in einer Synagoge beim Gebet überfallen und getötet.

          Allen Deutschen, die sich in Israel oder den Palästinensischen Gebieten aufhalten, empfiehlt das Auswärtige Amt nun, sich auf der „Krisenvorsorgeliste“ des Ministeriums online zu registrieren. Bei Aufenthalten in Israel sei die Botschaft in Tel Aviv zuständig, bei Aufenthalten in den Palästinensergebieten die Auslandsvertretung in Ramallah. Wegen der brisanten Sicherheitslage wird allgemein zu erhöhter Vorsicht in Jerusalem und an „neuralgischen Orten im Westjordanland“ geraten.

          Die Bundesregierung verurteilte am Mittwoch „mit großem Nachdruck“ den Angriff auf die Synagoge. Eine solche Tat an einem Ort des Gebetes sei eine „entsetzliche Grenzüberschreitung“ in einer Region, in der ohnehin schon von beiden Seiten viel zu viel Leid zu ertragen sei, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Die Bundesregierung fordere Israel und die Palästinenser „zu äußerster Zurückhaltung und Mäßigung in einer aufgeladenen Situation“ auf.

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