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Extremisten in Ägypten : Neue Gewalt auf der Sinai-Halbinsel

  • Aktualisiert am

Bei einem Bombenanschlag auf einen Bus im August starben 38 Menschen. Bild: dpa

Ein islamistischer Kandidat für die Parlamentswahl in Ägypten ist getötet worden. Der Täter: Ein mutmaßlicher Extremist. Teile des Sinai sind bereits militärische Sperrzone. Der Druck durch den IS wächst.

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          Auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel ist ein islamistischer Kandidat bei der Parlamentswahl von mutmaßlichen Extremisten getötet worden. Der Sekretär der salafistischen Nur-Partei in der Stadt Arisch, Mostafa Abdelrahman, sei am Samstag vor seinem Haus erschossen worden, verlautete aus Sicherheitskreisen. Einwohnern zufolge wurden wiederholt Kandidaten, die der Zusammenarbeit mit der Regierung verdächtigt werden, von Extremisten bedroht. Die ultra-konservative Nur-Partei hat an Popularität eingebüßt, weil sie das harte Vorgehen der Regierung gegen die islamistische Muslimbruderschaft unterstützt.

          Bei einer Explosion auf der Sinai-Halbinsel sind am Samstagmorgen drei ägyptische Polizisten getötet worden. Ein Beamter sei mit zwei Polizei-Rekruten unweit der Provinzhauptstadt Al-Arisch unterwegs gewesen, als eine Bombe in der Nähe ihres gepanzerten Fahrzeugs detonierte, teilte das Innenministerium am Samstag mit. Acht weitere Rekruten seien verletzt worden. Erst am Freitag war ein Polizeibeamter bei einem ähnlichen Vorfall in der Region getötet worden.

          Der Norden des Sinai ist ein Rückzugsort für Extremisten und zu großen Teilen militärisches Sperrgebiet. Auf dem Sinai kommt es regelmäßig zu Anschlägen und Kämpfen mit der Armee. Dort ist auch ein Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aktiv. Hunderte Soldaten und Polizisten wurden getötet. Die erste Runde der Parlamentswahl fand vor knapp einer Woche statt, die zweite Runde ist für Ende November geplant.

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