https://www.faz.net/-gq5-8b33x

Amnesty International : IS-Kämpfer schießen mit deutschen Waffen

  • Aktualisiert am

Standbild aus einem IS-Propagandavideo Bild: AFP

Amnesty International erhebt schwere Vorwürfen gegen die internationale Gemeinschaft. Waffenlieferungen an den Irak machten laut der Menschenrechtsorganisation die Gräueltaten des IS erst möglich.

          1 Min.

          Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) nutzt nach Angaben von Amnesty International unter anderem Waffen aus Deutschland. Die Menschenrechtsorganisation wirft der internationalen Gemeinschaft vor, dass jahrzehntelange Waffenlieferungen aus vielen Teilen der Welt in den Irak die von IS-Kämpfern begangenen Grausamkeiten erst möglich gemacht haben. Die vom IS genutzten „zahlreichen und verschiedenartigen Waffen“ seien „ein Lehrbeispiel dafür, wie rücksichtsloser Waffenhandel Gräueltaten im großen Stil befördert“, erklärte die Organisation am Dienstag anlässlich der Vorstellung eines Berichts zum Thema. Wegen fehlender Regulierung und Überwachung der Bestände im Land habe der IS einen „beispiellosen Zugang zu Waffen“.

          Dem Bericht zufolge nutzte der IS große Mengen von Waffen aus zahlreichen Ländern weltweit, die ihm bei der Eroberung der Stadt Mossul im Juni 2014 in die Hände fielen, zur Eroberung weiterer Gebiete des Landes und beging damit Gräueltaten an Zivilisten. Auch bei der Eroberung von Armee- und Polizeistützpunkten in Falludscha, Tikrit und Ramadi habe der IS viele Waffen erbeutet.

          Nach Angaben von Amnesty kämpfen die Dschihadisten mit Erzeugnissen aus mindestens 25 verschiedenen Staaten, darunter alle fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats. So seien etwa Sturmgewehre aus Belgien, China und den Vereinigten Staaten im Einsatz. Zudem verwendet der IS laut Amnesty Gewehre aus Deutschland, die von dem Waffenhersteller Heckler & Koch produziert wurden. Als Konsequenz aus der Entwicklung forderte die Organisation unter anderem schärfere Kontrollen der Waffenbestände im Irak.

          Barack Obama : „Wir werden den IS zerstören“

          Topmeldungen

          Soldaten der Roten Armee ergeben sich im Jahr 1941 während des Russlandfeldzugs.

          Weltkriegs-Gedenken : „Erinnerung bleibt uns Deutschen eine Verpflichtung“

          In Berlin erinnert Bundespräsident Steinmeier an den deutschen Überfall auf die Sowjetunion vor 80 Jahren. Deutschland müsse sich die Verbrechen während des Zweiten Weltkriegs im Osten Europas ins Gedächtnis rufen, sagt er. Dabei zählt Steinmeier Orte auf, die für die „deutsche Barbarei“ stehen.
          Dafür benötigt man keine Zauberei: Für die Herzdruckmassage braucht es nur zwei Hände.

          Herzdruckmassage : „Das lässt sich innerhalb einer Minute lernen“

          Der Fall Christian Eriksen hat für Entsetzen gesorgt. In Deutschland erleiden täglich mehr als 200 Menschen einen Herzstillstand. Im Interview erklärt Intensivmediziner Bernd Böttiger, was bei einer Reanimation zu beachten ist.
          Mette Frederiksen, die Ministerpräsidentin von Dänemark, verkündet mit Vorsitzenden der Parteien einen Wiedereröffnungsplan nach dem Corona-Lockdown

          Dänische Sozialdemokratie : Dänemark zuerst bedeutet Europa zuletzt

          Begriffe wie „internationale Verpflichtungen“, „Konventionen“ und „Menschenrechte“ sind von vornherein negativ besetzt: Vom unheimlichen Schmusekurs der dänischen Sozialdemokratie mit rechtspopulistischen Wählern.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.