https://www.faz.net/-gq5-7y01p

Amerikanischer General : Militäroffensive bringt IS in Geldnot

  • Aktualisiert am

Der Chef des IS Abu Bakr al Baghdadi kann Gehälter nicht mehr zahlen. Bild: AFP PHOTO / HO / AL-FURQAN MEDIA

Die Luftangriffe gegen den „Islamischen Staat“ scheinen auch auf dessen Geldquellen durchzuschlagen. Nach Angaben eines amerikanischen Generals fällt es der Islamistenorganisation „erkennbar schwerer, die Gehälter zu zahlen“.

          Die Luftangriffe gegen den „Islamischen Staat“ (IS) bringen die Extremistenmiliz nach Darstellung der Vereinigten Staaten in finanzielle Schwierigkeiten. „Unsere Militäroffensive hat dazu geführt, dass die Einnahmen der Gruppe aus dem Ölgeschäft deutlich zurückgegangen sind“, sagte der amerikanische Sonderbeauftragte zur Koordinierung der internationalen Koalition gegen den IS, John Allen, dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Der Islamistenorganisation falle es „erkennbar schwerer, die Gehälter zu zahlen“.

          Die Miliz hat weite Teile Syriens und des Irak unter ihre Kontrolle gebracht und dort ein Kalifat ausgerufen. Die zersplitterten syrischen Oppositionsgruppen forderte Allen auf, sich im Kampf gegen IS unter einer einheitlichen Führung zusammenzuschließen. Für den Aufstieg der Extremisten machte er Syriens Machthaber Baschar al-Assad verantwortlich. „Ein Rückzug Assads und seiner Vertrauten wäre entscheidend für die Zukunft der Region“, sagte Allen.

          Derweil verliert der IS nach der Niederlage in der Sindschar-Region im Nordirak auch in der syrischen Grenzstadt Kobane weiter an Boden. Wie die oppositionsnahen syrischen Menschenrechtsbeobachter am Sonntag mitteilten, drängten kurdische Kämpfer die Dschihadisten aus Stadtteilen im Südosten zurück.

          Idris Nassan, ein Sprecher für auswärtige Angelegenheiten in Kobane, sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass die kurdischen Milizen bereits in den vergangenen Tagen deutliche Fortschritte in der Ortschaft an der Grenze zur Türkei erzielt hätten.

          Dschihadisten und Kurden liefern sich seit September heftige Kämpfe um die Stadt, die an einer wichtigen Versorgungsroute liegt. Die von den Vereinigten Staaten geführte Anti-Terror-Koalition fliegt dort auch Luftschläge gegen die islamistischen Extremisten. Im Irak hat der IS jüngst seine bislang schwerste Niederlage erlitten. Kurdische Einheiten durchbrachen einen Belagerungsring der Terrormiliz um das Sindschar-Gebirge.

          Topmeldungen

          Wirft hin: Patrick Shanahan wird nicht amerikanischer Verteidigungsminister.

          Rückzug von Shanahan : Keine Ruhe im Pentagon

          Mitten in der Iran-Krise verliert Donald Trump seinen amtierenden Verteidigungsminister. Der Wunschkandidat des Präsidenten hat sich zurückgezogen – wegen eines „traumatischen Kapitels“ in seinem Familienleben.
          Der 22 Jahre alte Ali B. dementiert weiterhin die Vergewaltigung von Susanna F.

          Psychiaterin über Ali B. : Egozentrisch, manipulativ, empathielos

          Im Prozess um die getötete Schülerin Susanna F. aus Mainz berichtet wenige Wochen vor dem Urteilstermin die psychiatrische Gutachterin. Den angeklagten Ali B. beschreibt sie als faulen und frauenverachtenden Mann, der in seinem Leben immer nur an sich selbst gedacht habe.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.