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Amerikanische Truppen im Irak : Verteidigungsminister Carter rechnet mit weiteren Kampfeinsätzen

  • Aktualisiert am

Schiitische Kämpfer bei einer Operation gegen den „Islamischen Staat“ im Irak Bild: AFP

Einsätze wie die jüngste Operation amerikanischer Spezialeinheiten zur Befreiung von IS-Geiseln werde es weiter geben, sagt Verteidigungsminister Ashton Carter. Die Aktion sei allerdings anders verlaufen, als ursprünglich geplant.

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          Nach der Beteiligung amerikanischer Soldaten an einem Einsatz gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Irak hat Verteidigungsminister Ashton Carter die Erwartung geäußert, dass es weitere derartige Bodeneinsätze geben wird. „Ich erwarte, dass wir mehr von dieser Art von Einsätzen machen“, sagte Carter am Freitag.

          Am Donnerstag hatten sich Spezialkräften an einem Einsatz von kurdischen Peschmerga-Milizen gegen ein IS-Gefängnis beteiligt, aus dem rund 70 Gefangene befreit wurden. Bei dem Einsatz war ein amerikanischer Soldat getötet worden.

          Wenn sich die Chance für Aktionen biete, um die Kampagne gegen die Dschihadisten voranzubringen, würden die Streitkräfte diese nutzen, sagte Carter. Der Verteidigungsminister sagte aber auch,  dies bedeute nicht, dass die amerikanischen Truppen einen neuen Kampfeinsatz im Irak beginnen würden.

          Ausbildung und Beratung

          Derzeit sind 3500 US-Soldaten im Irak zur Ausbildung und Beratung der irakischen Armee und der kurdischen Milizen im Einsatz. Nach dem Willen von Präsident Barack Obama sollen sie sich am Boden nicht direkt an den Kämpfen gegen die Dschihadisten beteiligen.

          Der Präsident hat versprochen, dass nach dem Abzug der letzten amerikanischen Kampftruppen Ende 2011 kein neuer Kampfeinsatz im Irak begonnen werde. Laut Carter hatten die Spezialkräfte die Peschmerga bei dem Einsatz am Donnerstag eigentlich nur mit Hubschraubern unterstützen sollen, sich dann aber gezwungen gesehen, direkt in die Kämpfe einzugreifen.

          Der Einsatz erlaubte, 70 Gefangene zu befreien, und wichtige Erkenntnisse über die IS-Miliz zu sammeln. Es war das erste Mal seit dem Abzug 2011, dass ein US-Soldat bei Kämpfen im Irak getötet wurde.

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