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Kurz vor der Hinrichtung : Amerikanisches Spezialkommando befreit 70 IS-Geiseln

  • Aktualisiert am

Irakische Streitkräfte patrouillieren im März 2015 im Nordirak. Bild: dpa

Eine amerikanische Eliteeinheit hat zusammen mit irakischen und kurdischen Soldaten ein Gefangenenlager der IS-Terrormiliz gestürmt. Bei der Befreiung der kurdischen Geiseln gab es jedoch Opfer.

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          Bei einer Kommandoaktion im Nordirak sind rund 70 kurdische Geiseln aus einem IS-Stützpunkt befreit worden. An der Aktion in der Nacht zum Donnerstag seien neben amerikanischen Spezialkräften auch kurdische und irakische Einheiten beteiligt gewesen, teilte das Pentagon mit. Dabei sei zum ersten Mal seit 2011 ein amerikanischer Soldat im Irak getötet worden, heißt es weiter.

          Bei dem gestürmten Stützpunkt handelt es sich offenbar um ein Gefangenenlager, das von Milizen des „Islamischen Staats“ östlich der Stadt Hawija betrieben wurde. Die Gefangenen sollten in der nächsten Zeit bei einer Massen-Hinrichtung getötet werden. Nach ihren Aussagen sollte die Hinrichtung am Donnerstag stattfinden – eine Grube für ihre Leichen sei schon ausgehoben gewesen.

          Irakische Beamte sagten der „New York Times“, fünf Kämpfer des „Islamischen Staats“ seien gefangen genommen worden, mehrere wurden von den amerikanischen Streitkräften getötet. Ein Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums sagte, dass fünf Hubschrauber der Typen „Chinook“ und „Black Hawk“ eingesetzt wurden, um die kurdischen und amerikanischen Soldaten zu transportieren. Dem Angriff ging ein Luftangriff auf eine Brücke voraus, um die Nachschubwege des IS abzuschneiden.

          Die Stadt Hawija wird vom „Islamischen Staat“ kontrolliert. Ein Iraker sagte der „New York Times“, dass erst vor kurzem elf junge Männer hingerichtet worden seien, um dann ihre Körper an einer Brücke in Hawija aufzuhängen. Bei den jungen Männern habe es sich um Verwandte von irakischen Sicherheitskräften gehandelt.

          Wie das Pentagon mitteilte wurde die Hilfe von den kurdischen Hilfen angefragt. Es sei eine besondere Situation gewesen, die sich künftig nicht oft wiederholen werde.

          Der Angriff ist eine der wichtigsten Aktionen amerikanischer Spezialkräfte seit langer Zeit. Die Vereinigten Staaten wollen zusammen mit dem Irak den „Islamischen Staat“ auf dem irakischen Staatsgebiet zurückdrängen.

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