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Syrien : Amerikas Militär will Kämpfer am Boden besser schützen

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Kurdische Einheiten kämpfen mithilfe der Amerikaner gegen den IS in Syrien. Bild: dpa

Die Vereinigten Staaten wollen die vom amerikanischen Militär ausgebildeten Kämpfer in Syrien künftig gegen jeden Angreifer verteidigen. Das könnte in eine direkte Konfrontation mit der Armee von Präsident Assad führen.

          Der amerikanische Präsident Barack Obama hat nach Angaben aus Regierungskreisen angeordnet, die vom amerikanischen Militär ausgebildeten Kämpfer in Syrien auch vor Angriffen der Regierungstruppen zu schützen. Damit könnte es zu einer direkten Auseinandersetzung zwischen amerikanischen Einheiten und syrischen Regierungstruppen kommen.

          Die Luftwaffe werde die Aufständischen aus dem amerikanischen Rekrutierungsprogramm gegen die Extremisten-Miliz „Islamischer Staat“ (IS) unterstützen, verlautete am Sonntagabend (Ortszeit) aus Kreisen der Regierung in Washington. Allerdings werde man diese Einheiten nun auch gegen jeden anderen Angreifer verteidigen. Regierungsvertreter lehnten eine offizielle Stellungnahme ab. Zuerst hatte das „Wall Street Journal“ von dem Vorhaben berichtet.

          Die Vereinigten Staaten gehen mit Luftangriffen direkt gegen den IS vor, der große Teile Syriens unter seine Kontrolle gebracht hat. Zudem bildet das amerikanische Militär seit Mai Einheimische im Kampf gegen die Islamisten aus. Sie sollen ausdrücklich nicht gegen die Regierungstruppen eingesetzt werden.

          Hilfe aus der Luft nach Angriff durch Aufständische

          Am Freitag war die erste Gruppe dieser Miliz im Nordirak von anderen Aufständischen angegriffen worden. Daraufhin kam ihr die amerikanische Luftwaffe zu Hilfe. Bei den Kämpfen waren sechs von Amerika geschulte Kämpfer ums Leben gekommen.

          Von der amerikanischen Regierung ist zwar wiederholt erklärt worden, man rechne nicht mit einem Vorgehen der syrischen Regierungstruppen gegen die von den Vereinigten Staaten ausgebildeten Rekruten. Allerdings seien unbeabsichtigte Zusammenstöße auch nicht ganz auszuschließen.

          Syrischer Kampfjet bei Ariha abgestürzt

          Derweil stürzte ein syrisches Kampfflugzeug in der von Aufständischen gehaltenen Stadt Ariha nahe der Grenze zur Türkei ab. Mindestens zwölf Personen seien getötet und Dutzende verletzt worden, teilte die der Opposition nahestehende Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Zuvor habe die syrische Luftwaffe Stellungen von Aufständischen in der Provinz Idlib bombardiert. Das Kampfflugzeug sei kurz danach auf einen belebten Marktplatz in der Stadt gestützt. Die Opfer seien überwiegend Zivilisten.

          Über die Absturzursache ist noch nichts bekannt. Eine Stellungnahme der syrische Armee war zunächst ebenfalls nicht zu erhalten. Ariha liegt in der Provinz Idlib im Nordwesten des Landes. Die Stadt war im Mai an eine Koalition islamistischer Aufständischer gefallen.

          Im syrischen Bürgerkrieg kämpfen die verschiedenen Gruppen nicht nur gegen die Regierung, sondern auch gegeneinander. Die Islamisten der Nusra-Front wollen zwar Assad stürzen, greifen aber auch gezielt andere Aufständische an, die Unterstützung aus dem Westen erhalten haben.

          Ein Bündnis mit der syrischen Regierung gegen den IS lehnen die Vereinigten Staaten strikt ab. Allerdings hat das Militär bislang eine direkte Konfrontation mit den syrischen Truppen vermieden. Umgekehrt schießen die Einheiten Assads nicht auf amerikanische Kampfflugzeuge, die IS-Stellungen bombardieren.

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