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Abermals 100 Tote? : Berichte über Massaker in Syrien

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Eine am 21. Dezember von Oppositionellen veröffentlichte Aufnahme von Militärfahrzeugen in Homs Bild: dapd

In Syrien sollen Regierungstruppen abermals ein Massaker angerichtet haben. Nach Angaben von Oppositionellen wurden in Kfar Owaid mindestens 100 Menschen getötet.

          In der nordsyrischen Stadt Kfar Owaid haben syrische Streitkräfte nach Angaben von Oppositionellen am Dienstag ein Massaker angerichtet und mindestens 100 Menschen getötet. Streitkräfte seien mit schweren Waffen gegen Regimegegner in der Stadt vorgegangen, die in der Provinz Idlib liegt.

          Das „Syrische Observatorium für Menschenrechte“ in London sprach von 111 Toten, die örtlichen Koordinationskomitees von „mehr als 100“. Der oppositionelle Syrische Nationalrat teilte mit, es sei in der Gegend in wenigen Tagen zu mehreren Massakern mit insgesamt etwa 250 Toten gekommen. Er forderte die Einrichtung einer Schutzzone in den Provinzen Idlib und Homs, die international gesichert werden müsse.

          Die Arabische Liga forderte die syrische Führung auf, sofort alle Militäreinsätze gegen Oppositionelle zu beenden. Der Generalsekretär der Liga, Nabil al Arabi, sagte am Mittwoch in Kairo, die jüngsten Berichte über eine Zunahme der Gewalt in Syrien hätten ihn sehr beunruhigt. Das Auswärtige Amt in Berlin plant nach Informationen dieser Zeitung, seine Beziehungen zur Arabischen Liga aufzuwerten. Damit will Berlin würdigen, dass die Liga in den Libyen- und Syrienkrisen zu einer wirkungsvollen Regionalorganisation geworden sei.

          Beobachter am Donnerstag in Damaskus?

          Generalsekretär al Arabi sagte, Syriens Präsident Assad und die Regierung müssten für eine Situation sorgen, in der es den arabischen Beobachtern möglich sei, ihre Aufgabe zu erfüllen, fügte er hinzu. Die Arabische Liga will an diesem Donnerstag ein Voraus-Team von 14 Diplomaten und Experten nach Damaskus schicken.

          Frankreich rief Russland auf, die Verhandlungen im UN-Sicherheitsrat zu Syrien zu „beschleunigen“. Der Sicherheitsrat müsse dringend eine Resolution verabschieden, in der „das Ende der Repression“ gefordert werde, sagte ein Sprecher des Außenministeriums am Mittwoch in Paris.

          Russland und China hatten im Sicherheitsrat einen Resolutionsentwurf vorgelegt, der den Europäern und anderen Mitgliedern des Rates nicht weit genug geht. Er verurteilt die Demonstranten im gleichen Maße wie Assads Militär und Polizei. Auch der oppositionelle syrische Nationalrat forderte eine Sitzung des UN-Sicherheitsrates. Dieser solle das Regime zwingen, seine Truppen aus den belagerten Gebieten abzuziehen.

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