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Bürgerkrieg in Syrien : Islamisten verschleppen 300 Kurden

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An einem solchen Kontrollpunkt der Nusra-Front wurden die Männer und Kinder entführt. Bild: Reuters

Die Islamisten der Nusra-Front haben im Nordwesten Syriens 300 Kurden verschleppt. Die Männer und Kinder seien an einem Kontrollpunkt bei Aleppo in die Gewalt der Dschihadisten geraten.

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          Islamistische Rebellen haben nach Angaben kurdischer Vertreter rund 300 Kurden im Nordwesten Syriens entführt. Zwei Sprecher der syrisch-kurdischen Partei der Demokratischen Union (PYD) und ein örtlicher Journalist sagten der Nachrichtenagentur AFP am Montag, die Männer und Kinder seien an einem Kontrollpunkt westlich von Aleppo verschleppt worden. Auch die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete von dem Vorfall, nannte aber keine Zahl der Verschleppten.

          Rund 300 Zivilisten seien in mehreren Bussen von Afrin in die nahegelegene Stadt Aleppo gefahren, wo sie ihre Gehälter ausgezahlt bekommen sollten, und in der Stadt Dana gestoppt und verschleppt worden, sagte PYD-Sprecher Newaf Chalil. Er mutmaßte, die mit Al Qaida verbündete Islamisten-Miliz Al-Nusra-Front stecke hinter der Geiselnahme. Ein Journalist aus Afrin, Ali Abdul Rahman, sagte, die Islamisten hätten die Frauen gehen lassen, die Männer und Kinder aber in ihre Gewalt gebracht.

          Er sowie die Beobachtungsstelle erklärten, es sei unklar, wer hinter der Geiselnahme stecke. Die Beobachtungsstelle, die über ein dichtes Netz an Aktivisten in Syrien verfügt, teilte mit, die Geiselnehmer hätten die Freilassung von drei in Afrin festgehaltenen Männern verlangt. Die Forderung hätten die freigelassenen Frauen übermittelt. Afrin wird von den Kurden kontrolliert.

          Im Bürgerkriegsland Syrien werden immer wieder Unbeteiligte als Geiseln genommen. Ende Februar hatte die Dschihadistenorganisation „Islamischer Staat“ (IS) im Nordosten nach Angaben von Aktivisten mindestens 220 assyrische Christen verschleppt. In den Wochen davor waren vom IS mehr als 160 kurdische Zivilisten unter dem Verdacht als Geiseln genommen worden, sie würden der PYD angehören. Deren bewaffneter Arm, die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG), hatte die syrisch-türkische Grenzstadt Kobane in monatelangen Kämpfen gegen IS-Angreifer verteidigt.

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