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Naher Osten : Syrien meldet Angriffe israelischer Kampfjets

Israelischer Kampfjet bei einer Flugshow nahe Berscheva Bild: dpa

Israelische Kampfflugzeuge sollen zwei Ziele in Syrien angegriffen haben. Getroffen wurden demnach Anlagen unter Kontrolle der Regierung nahe Damaskus und Dimas.

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          Die syrische Regierung und die libanesische Hizbullah-Miliz reagierten ungewöhnlich schnell. Nach Angaben des syrischen Staatsfernsehens und des Hizbullah-Senders „Al Manar“ griffen israelische Kampfflugzeuge am Sonntag zwei Ziele in Syrien an. Demnach handelte es sich um Anlagen unter Kontrolle der Regierung in der Nähe des internationalen Flughafens von Damaskus sowie auf dem Flughafen der Stadt Dimas, die in der Nähe der libanesischen Grenze liegt. Eine Bestätigung der israelischen Regierung oder Armee gab es zunächst nicht.

          Hans-Christian Rößler
          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          Syrien und die schiitische Miliz haben Israel in der Vergangenheit immer wieder ähnlicher Angriffe bezichtigt. Jerusalem stellte schon vor längerer Zeit klar, dass die Armee nicht tatenlos zusehen werde, wenn die von der israelischen Führung definierten „roten Linien“ überschritten würden. Darunter versteht die israelische Regierung die Weitergabe moderner Raketentechnik an die Hizbullah-Miliz und andere radikale Gruppen, die sie unbedingt verhindern will.

          Zuletzt war die israelische Luftwaffe Ende Januar von syrischen Regimegegnern verdächtigt worden, ein syrisches Raketendepot angegriffen zu haben. In der syrischen Hafenstadt Latakia sollen russische Raketen des Typs S-300 gelagert haben, die die israelische Marine wegen ihrer Präzision fürchtet. Im Oktober 2013 hatten amerikanische Regierungsvertreter laut Presseberichten schon einmal einen israelischen Angriff auf ein militärisches Ziel in Latakia bestätigt.

          Nach Angaben der Miliz hatten israelische Kampfflugzeuge bei einem weiteren Angriff im Februar 2014 unweit der syrischen Grenze nur Sachschaden angerichtet. Das amerikanische Nachrichtenmagazin „Time“ zitierte damals einen ungenannten israelischen Regierungsvertreter mit den Worten, die Luftwaffe habe einen Konvoi beschossen, der die Hizbullah mit Raketen aus Syrien beliefern sollte. Dabei habe es sich um Raketen gehandelt, die mit besonders großen und gefährlichen Sprengköpfen ausgestattet werden können.

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