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Naher Osten : Amerikaner gehen gegen Iraner im Irak vor

  • Aktualisiert am

Bush: „Ich habe meine Entscheidung getroffen” Bild: AP

Präsident George W. Bush hat ein breit angelegtes Vorgehen gegen mutmaßliche iranische Agenten im Irak angeordnet. Das sagte Außenministerin Rice. Bush will die Truppen im Irak auch gegen den Widerstand des Kongresses aufstocken.

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          Der amerikanische Präsident George W. Bush ein breit angelegtes Vorgehen gegen iranische Agenten im Irak angeordnet. „Es ist entschieden worden, gegen diese Netzwerke vorzugehen“, sagte Außenministerin Condoleezza Rice der „New York Times“ am Freitagabend vor ihrer Reise in den Nahen Osten. Bush habe diesen Schritt „nach einer Zeit der zunehmenden Aktivität“ der Iraner im Irak vor einigen Monaten angeordnet. Die jüngsten Festnahmen mutmaßlicher iranischer Agenten in Arbil seien Teil dieser Offensive.

          Bush hatte am Mittwoch Iran und Syrien vorgeworfen, Angriffe Aufständischer auf Ziele im Irak von ihrem Gebiet aus zu dulden. Er hatte zudem angekündigt, diese Unterstützung zu unterbrechen. Am Donnerstag zeigten sich Kongressabgeordnete besorgt, dass damit der Irak-Konflikt auf die beiden Nachbarstaaten übergreifen könne. Beide Länder weisen die Vorwürfe zurück.

          Bush: Auch gegen Willen des Kongresses

          Unterdessen ist die Regierung Spekulationen entgegengetreten, sie plane einen Militärschlag gegen Iran und Syrien. Der Sprecher des Präsidenten Snow sagte am Freitag, er wolle die „moderne Legende“ zerstören, dass Bush versuche, „den Weg für einen Krieg mit einem der Länder vorzubereiten“ und dass es bereits entsprechende Vorbereitungen gebe. „Das ist einfach nicht der Fall.“

          Bush zeigte sich entschlossen, die amerikanischen Truppen im Irak notfalls auch gegen den Willen des Kongresses zu erhöhen. Er glaube, dass er „in dieser Situation“ als Oberbefehlshaber der Streitkräfte dazu die Befugnis habe, sagte Bush dem amerikanischen Fernsehsender CBS. Bush betonte, er sei sich darüber im Klaren, dass der Kongress versuchen könnte, ihn an seinem Vorhaben zu hindern. „Aber ich habe meine Entscheidung getroffen, und wir werden voranschreiten“, so Bush. Sein Plan, mehr als 20.000 zusätzliche Soldaten in den Irak zu entsenden, stieß nicht nur bei Demokraten, sondern auch bei namhaften Republikanern im Kongress auf Widerstand. (Siehe auch: Bushs Pläne für den Irak: „Gefährlichster außenpolitischer Pfusch seit Vietnam“)

          Verteidigungsminister Robert Gates sagte derweil, die amerikanischen Soldaten im Irak könnten schon in diesem Jahr mit dem Abzug beginnen, wenn die neue Strategie erfolgreich sei. Voraussetzung sei, dass die geplante Truppenaufstockung die Gewalt „bedeutend“ senke, sagte Gates am Freitag im Streitkräfteausschuss des Senats.

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